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Handball: Ist Berlin eine Reise wert?

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 21.12.2007

Ohne ihre verletzte Haupttorschützin Ivana Ronova wollen die Handballfrauen des TuS Lintfort in der Zweiten Bundesliga auch beim BVG Berlin punkten und anschließend die dortigen Weihnachtsmärkte besuchen.

Auch für die Lintforterin Pia Modrow (Am Ball) wird die Reise nach Berlin alles andere als eine Kaffeefahrt. Bild: Klaus Dieker Foto: RPO
Auch für die Lintforterin Pia Modrow (Am Ball) wird die Reise nach Berlin alles andere als eine Kaffeefahrt. Bild: Klaus Dieker Foto: RPO

Während sich die meisten Mannschaften bereits in die Weihnachtspause verabschiedet haben, haben die Handballfrauen des TuS Lintfort noch eine Auswärtsaufgabe zu bestreiten, wenn sie am Samstag beim BVG Berlin antreten. Bleibt zu hoffen, dass auch für die Klosterstädterinnen Berlin eine Reise wert ist, denn mit einem Erfolg würden nicht nur zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf eingeheimst werden, auch der Abstand auf die Gastgeberinnen würde sich auf drei Punkte erhöhen.

Den Ausfall sehr bedauert

Es ist die Partie mit der Gewissheit, dass Ivana Ronova in dieser Saison nicht mehr unterstützend eingreifen kann (siehe RP von gestern).

„Die Mannschaft hat den Ausfall von Ivo sehr bedauert“, betont Bettina Grenz-Klein, Trainerin des TuS Lintfort. „Eine Resignation war jedoch nicht zu erkennen. Ihr Ausfall ist vielleicht auch die Chance für eine andere Spielerin, die bislang noch nicht auf sich aufmerksam machen konnte.“ Letztes Wochenende hat die Mannschaft beim überraschenden 25:21-Erfolg über Harrislee bereits bewiesen, dass es auch ohne ihre Haupttorschützin funktionieren kann.

Info

Handlungsbedarf

Rein von der Quantität waren die Handballfrauen des TuS Lintfort im Rückraum nicht gerade reichlich gesegnet und mit dem Ausfall von Ivana Ronova ist die Situation noch prekärer geworden. „Natürlich haben wir jetzt extremen Handlungsbedarf“, betont die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Es ist sicherlich nicht einfach, im Augenblick t noch eine neue Spielerin zu verpflichten, aber wir Augen und Ohren offen halten und mit etwas Glück können wir Anfang des neuen Jahres einen Neuzugang präsentieren.“

„In diesem Spiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich wahrscheinlich auf Augenhöhe befinden“, glaubt Bettina Grenz-Klein. „Beide haben sicherlich spielerische Defizite, die über den Einsatzwillen ausgeglichen werden können. Die Heimreise möchte ich auf jeden Fall mit zwei Punkten im Gepäck antreten.“

Außerdem lässt es sich dann besser feiern, denn die Lintforterinnen werden sich nicht wie bisher nach der Partie wieder auf die Rückreise begeben, sondern bleibt über Nacht. „Nach dem Spiel wollen wir noch die Berliner Weihnachtsmärkte unsicher machen“, so die Trainerin. „Am nächsten Tag haben wir noch ein kleines Programm und anschließend haben die Spielerinnen Zeit zur freien Verfügung, ehe wir uns abends wieder auf die Heimreise machen.“

Während die Mannschaft sich morgen um 6.10 Uhr mit dem Zug auf den Weg in die Hauptstadtmacht, reisen die Fans mit zwei Kleinbussen in Richtung „Spree-Athen“ nach.

Quelle: RP

 
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