Volleyball: Karneval in Haching
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 21.02.2009Der Moerser SC tritt morgen zur "Generalprobe" für das Pokalfinale in Halle/Westfalen um Meisterschaftspunkte bei Generali Haching an. Beide Trainer weisen alle Gedanken an das Endspiel in zwei Wochen aber weit von sich.
Ist es ein "normales" Bundesligaspiel oder doch die von vielen Beobachtern mit Spannung erwartete "Generalprobe" für das in zwei Wochen stattfindende Pokalfinale, wenn der Moerser SC morgen Nachmittag um 14.30 Uhr beim Tabellenzweiten der Volleyball-Bundesliga, Generali Haching, antreten wird? Beide Trainer spielen die Bedeutung der Meisterschaftsbegegnung für das Pokalendspiel herunter. Tenor der Äußerungen von Georg Grozer und Mihai Paduretu: "An das Finale in Halle denken wir erst ab der übernächsten Woche."
Bayern in einer Top-Form
Zwei Ex-Moerser
Mit Marco Liefke und Eugen Bakumovski spielen zwei ehemalige Moerser beim Team von Generali Haching. Bakumovski: Ich denke, es wird kein Spaziergang für uns, auch wenn wir sehr guten Volleyball spielen. Der MSC hat gezeigt, dass er spielen kann und wird auf keinen Fall von uns unterschätzt werden."
Eine einzige Partie erst verloren die Bayern in der laufenden Bundesliga-Saison zu Hause in der Generali Sportarena. Das war vor etwas mehr als vier Monaten gegen den SCC Berlin (1:3). Paduretus Schützlinge befinden sich in einer Super-Form. Das bekamen zuletzt der VfB Friedrichshafen sowie der SCC nacheinander zu spüren. Der Serienmeister vom Bodensee wurde vor zwei Wochen geradezu gedemütigt (3:0), und beim Tabellenführer in Berlin folgte am vergangenen Wochenende gleich der nächste "Knaller". Im Spitzenspiel gegen die "Adler" sind die Gastgeber der eindeutige Favorit.
Auch wenn sich die Moerser in Giesen/Hildesheim zuletzt etwas stärker präsentierten: Die Luft in Haching ist dünn für die Niederrheiner. Nur mit einer schnellen Spielweise werden Grozers Schützlinge die starke Mitte der Bayern mit Armin Dewes und Max Günthör in Verlegenheit bringen können. Aber auch Annahme und Aufschlag müssen beim MSC "sitzen". Wenn es in diesen Elementen Probleme gibt, wird man kaum etwas gegen Haching ausrichten können.
MSC-Coach Grozer kündigt Veränderungen an: "Wir werden wahrscheinlich mit einer anderen Aufstellung anfangen – ich will mal sehen, wie sich das gegen einen starken Gegner auswirkt." Klingt so, als ob er die Karten kurz vor dem Pokal-Hit noch nicht aufdecken will. Geht Grozer dabei vielleicht sogar das Risiko ein, die Meisterschaftspunkte zu opfern? Keineswegs, denn, so sagt er: "In Haching müssen wir Charakter zeigen und dürfen uns nicht noch einmal so vermöbeln lassen, wie von Friedrichshafen und Berlin."
Die "Adler" reisen bereits heute in den Süden. Bis zur Wochenmitte waren alle MSC-Akteure nach diversen Wehwehchen wieder beisammen. Wie fit sie tatsächlich sind, wird sich aber noch zeigen müssen.
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