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Kein Spaziergang für Göppingen

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Wie nicht anders zu erwarten scheiden die Handballfrauen des TuS Lintfort im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den Bundesligisten Frisch Auf Göppingen aus. Bei der zu hoch ausgefallenen 19:29-Niederlage ziehen sich die Klosterstädterinnen jedoch achtbar aus der Affäre.

Die herausragende Torschützen des gastgebenden TuS Lintfort war einmal mehr Rückraumspielerin Prudence Kinlend (am Ball). Sie brachte es in der Partie gegen Göppingen auf insgesamt sieben Treffer. Bilder (2): Hans-Ulrich Kress Foto:
Die herausragende Torschützen des gastgebenden TuS Lintfort war einmal mehr Rückraumspielerin Prudence Kinlend (am Ball). Sie brachte es in der Partie gegen Göppingen auf insgesamt sieben Treffer. Bilder (2): Hans-Ulrich Kress Foto:

Wie erwartet kam im Achtelfinale des DHB-Pokals das Aus für die Handballfrauen des TuS Lintfort. Allerdings verkaufte sich der Drittligist so teuer wie möglich und unterlag dem Bundesligisten Frisch Auf Göppingen am Ende mit 19:29 (8:12), dabei ist die Niederlage allerdings um ein paar Tore zu hoch ausgefallen. "Heute bin ich richtig stolz auf meine Mannschaft", freute sich Bettina Grenz-Klein, Trainerin des TuS Lintfort, nach dem Abpfiff. "Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und auch selbst viele schöne Tore erzielt."

Es war ein flottes Spiel, und die Zuschauer mussten ihr Kommen keinesfalls bereuen. Wer jedoch glaubte, dass der Bundesligist seine körperliche Überlegenheit ausspielen würde, sah sich getäuscht. Die Klosterstädterinnen waren ein gleichwertiger Gegner. Die Deckung kämpfte verbissen um jeden Zentimeter, und wenn dann doch einmal eine Göppinger Spielerin durchgekommen war, wuchs Torhüterin Selina Görres oft über sich hinaus. Es war schon sensationell, welche "Geschosse" sie entschärfen konnte. Im Angriff führte Larissa Heil geschickt Regie, Mannschaftsführerin Caroline Mook ackerte unermüdlich am Kreis und das Lintforter Juwel Prudence Kinlend hatte auch vor "großen" Namen keine Angst. Immer wieder "tankte" sie sich durch und kam erfolgreich zum Abschluss. So war der Zwischenstand in der 16. Minute schon eine große Überraschung, denn bis dahin konnten die Gastgeberinnen ein 6:6 halten. Erst als Bettina Grenz-Klein wechselte, kam ein leichter Bruch ins Spiel, der bis zum Pausenpfiff nicht mehr gekittet werden konnte.

Info

Sind wir hier richtig?

Bevor einige Fans die Glückaufhalle in Kamp-Lintfort betraten, waren sie unsicher, ob sie denn wirklich beim Achtelfinale im DHB-Pokal zwischen dem TuS Lintfort und Frisch Auf Göpppingen zu Gast waren. Im Eingangsbereich hatte sich das Kamp-Lintforter Prinzenpaar samt Gefolge aufgebaut. "Sind wir hier richtig?", lautete die häufigst gestellte Frage. Einige Zuschauer drehten gar um, meinten sie doch am falschen Eingang zu sein, bis sie dann eines Besseren belehrt wurden.

Denise steht Selina nicht nach

Mit angesäuerten Minen verschwanden die Gäste zur Halbzeit im Kabinentrakt. Das hatten sie sich einfacher vorgestellt, es war wohl nicht der vermutete Spaziergang. An der Motivation kann es bei den Gästen nicht gelegen haben, denn sie werden alles daran setzen das Final-Four-Turnier zu erreichen, denn das wird in Göppingen ausgetragen. Nach dem Wechsel waren die Lintforterinnen bis zur 54. Minute beim Spielstand von 18:23 erneut ein gleichwertiger Gegner, woran Denise Hock, die Selina Görres im Tor ersetzte und ihr in nichts nachstand, großen Anteil hatte. In den letzten Minuten fehlte es dann an der nötigen Kraft, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. "Am Ende haben sie uns dann noch weich gekocht", betonte Bettina Grenz-Klein abschließend.

Die Torschützinnen des TuS Lintfort: Prudence Kinlend (7/2), Larissa Heil (3), Yvonne Fillgert, Britta Funken, Caroline Mook (je 2), Leonie Berger (2/2) und Vanessa Dings.

Foto
In der Abwehr der Lintforterinnen war Caroline Mook die unermüdliche Antreiberin ihres Teams, die mit großem Kampfgeist glänzte. Foto:
Quelle: RP


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