Volleyball: Kühl und klug handeln
zuletzt aktualisiert: 23.02.2009mit MSC-Präsident Günter Krivec
Der Moerser SC spielt in knapp zwei Wochen gegen Generali Haching im Pokalendspiel in Halle/Westfalen. Nach der 1:3-Punktspielniederlage gestern Nachmittag in Haching sprach Nils Jansen mit MSC-Präsident Günter Krivec über die aktuelle Situation der Bundesliga-Mannschaft.
Wie beurteilen Sie die augenblickliche Verfassung des Teams von Georg Grozer?
Krivec Ich habe das Spiel verfolgt und bin positiv überrascht darüber, dass es zu einem Spiel auf des Messers Schneide gekommen ist. Haching war zuvor ja schon in Berlin und gegen Friedrichshafen sehr stark aufgetreten. Dabei ist auch noch zu berücksichtigen, dass mit Joram Maan einer unserer Leistungsträger früh verletzt ausgeschieden ist.
Was hat Ihnen gut an der Leistung der Mannschaft gefallen, und was weniger gut?
Krivec Szabolcs Szalai hat Maans Ausfall fast perfekt kompensiert. Unsere etwas veränderte Aufstellung im Annahmebereich hat ebenfalls Wirkung gezeigt. Allerdings vermisse ich manchmal etwas die situationsbezogene Klugheit.
Was meinen Sie damit genau?
Krivec Nur ein Beispiel aus der Partie in Haching: Es steht im vierten Satz 22:22. Gewinnen wir den Satz, dann erreichen wir den Tiebreak. Verlieren wir, dann ist die Partie beendet. Ein Angriffsball der Hachinger wird zum 23:22 vom Schiedsrichter gut gegeben. Unser Trainer reklamiert und regt sich so sehr auf, dass er eine Gelbe Karte sieht, die zu einem weiteren Punkt für Haching führt. Damit war der Satz weg und das Spiel für uns verloren. Das war unklug und hat uns um eine Tiebreak-Chance gebracht.
Eine unüberhörbare Kritik am Trainer, die Sie da äußern . . .
Krivec Georg ist ein emotionaler Mensch, der in einer solchen Situation einfach kühl und klug handeln muss. Denn wir haben eben nicht das Spielerpotenzial wie Haching. Es ist unsere einzige Chance oben mitzuhalten, wenn wir situationsbezogen klug und intelligent auftreten. Allerdings ist auch sportlich jetzt noch nicht viel verspielt worden. Das entscheidet sich alles erst in den nächsten fünf Spielen.
Worauf fokussieren Sie sich dabei?
Krivec Wir wollen den vierten Platz nach der Normalrunde erreichen. Dann hätten wir bis zum Halbfinale in den Play-Offs einen Heimvorteil und würden aller Voraussicht nach dem VfB Friedrichshafen aus dem Weg gehen. In den nächsten fünf Partien spielen wir aus dem oberen Bereich nur noch gegen die Netzhoppers KW. Die müssen wir schlagen und die anderen Gegner aus unteren Regionen auch noch. Dann wären wir in einer guten Position.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum