Volleyball: Langsam wird’s nervig
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 29.01.2007Der Moerser SC verlor sein drittes Bundesliga-Spiel hintereinander. Gegner TSV Unterhaching profitierte von den Fehlern des Grozer-Teams, bei dem sich wieder mehrere Schwachstellen zeigten. Da war es besonders nachteilig, dass dem Trainer erneut die Alternativen fehlten.
Höhen und Tiefen
Vojislav Skoric war in der Partie gegen den TSV Unterhaching der wirkungsvollste Angreifer des MSC. Er sammelte 20 Punkte, während es Georg Grozer junior diesmal „nur“ auf 15 Zähler brachte. Der Serbe verhagelte sich seine gute Bilanz allerdings durch neun direkte Fehler beim Service. Und im Tiebreak war er mit drei Patzern gleich zum Auftakt der unglücklichste Akteur auf dem Spielfeld.
Niederlage, die dritte! So allmählich zerrt die Negativserie des Moerser SC an den Nerven der Fans. Mit 2:3 (26:24, 24:26, 25:23, 20:25, 9:15) unterlag die Mannschaft von Georg Grozer am dem TSV Unterhaching, und zwar in eigener Halle. Erneut lautete die Erkenntnis des Trainers: „Wir haben uns diese Pleite selbst zuzuschreiben. Im Moment sind wir in der Bundesliga wahrscheinlich die einzige Mannschaft, die in entscheidenden Situationen todsicher die ausschlaggebenden Fehler produziert.“ Die Volleyballer aus dem Süden Münchens mussten jedenfalls noch nicht einmal ihre Topleistung abrufen, um die Erstliga-Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen.
Georg Grozer junior außer Form
Es gibt einige Erklärungen für die zweite Heimniederlage dieser Saison. Kapitän Georg Grozer junior brachte gegen die Hachinger auch nach eigener Aussage eine miserable Leistung: „Ich habe mich nicht gut gefühlt, hatte auch Ausdauerprobleme. Aber ich will das nicht als Entschuldigung gelten lassen. Das war einfach kein vernünftiges Niveau, das ich da gezeigt habe.“ Der Diagonalangreifer hatte in der vergangenen Woche wegen einer Grippe nicht voll trainieren können. Und die anderen Moerser Akteure waren nicht in der Lage, die schwache Tagesform ihres Kapitäns zu kompensieren.
Darin lag ein weiteres MSC-Problem begründet: Während Gäste-Trainer Mihai Paduretu munter wechseln konnte, blieb Grozer senior lediglich Nils Lieber als Alternative für seinen angeschlagenen Sohn. Der Linkshänder hatte auch maßgeblichen Anteil daran, dass die „Adler“ den dritten Satz nach deutlichem 17:21-Rückstand noch für sich entschieden. Bei einer tadellosen Aufschlagsserie Liebers holte der MSC fünf Zähler auf.
Und dann hatte sich der Gegner aus Bayern offensichtlich sehr gut eingeprägt, dass der MSC in Eltmann an den Flatteraufschlägen des Gegners gescheitert war. Paduretus Mannen nahmen den in der Annahme nicht sonderlich souveränen Kristjan Ouekallas aufs Korn und versuchten, Libero Nikola Rosic erst gar nicht anzuspielen. Hinzu kamen 19 MSC-Aufschlagfehler – eindeutig zu viel für ein Spitzenteam. Vojislav Skoric leistete sich gleich neun Patzer.
Schließlich blockte der Tabellenvierte auch noch stark gegen die angreifenden Moerser. Regelrechte Jubelarien feierten die Hachinger, wenn sie Grozer junior erfolgreich ausgebremst hatten. TSV-Diagonalangreifer Michael Mayer ragte diesmal nicht einmal heraus. Auch er produzierte etliche Fehler, steigerte sich aber vor allem in den beiden letzten Abschnitten deutlich.
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