Fußball: Lesic und seine Himmelsstürmer
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 03.08.2007Der Erfolg macht neugierig. Zumindest die Konkurrenz aus den Reihen der Fußball-Kreisliga A, deren Trainer sich bei den Testspielen des VfL Repelen II gern unter die Zuschauer mischen, um den Neuling näher unter die Lupe nehmen zu können. Zwei Jahre dabei, in dieser Zeit zwei Aufstiege gefeiert – diese Visitenkarte der Mannschaft um Spielertrainer Mario Lesic lässt sich wahrlich gut lesen.
Tennis-Quartett
Neben Spielertrainer Mario Lesic stehen noch drei weitere Tennisspieler im Team des VfL Repelen II. Sven André gehört ebenfalls zum Kader des Bundesligisten Blau-Weiß Krefeld, plagt sich aber schon längere Zeit mit einer Schulterverletzung herum, die auch seine baldige Rückkehr auf den Fußballplatz verhindern dürfte. Fabian Konik, von Lesic gern als „Laufwunder“ bezeichnet, sowie Julian Noack, Manndecker beim VfL II, gehen für die Herren des TC Schwarz-Gold Repelen ans Netz und schlossen die Sommersaison in der 2. Verbandsliga mit dem beachtlichen zweiten Platz ab.
„Keine Probleme in der A-Liga“
Nur: Allzu viel bekamen die Kollegen Trainer nicht zu sehen. Zum einen, weil Repelens Zweite noch längst nicht in kompletter Formation antrat. Urlaub, Verletzungen, da kam einiges zusammen, was Übungsleitern andernorts graue Haare wachsen lässt. Nicht so an der Stormstraße: „Wir werden in der Kreisliga A keine Probleme bekommen“, ist Lesic, der am vergangenen Sonntag seinen 26. Geburtstag feierte, von den Qualitäten seines Teams überzeugt. Zum anderen hat der spielende Coach seine eigenen Mittel, um seine Auswahl auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Laufen war angesagt, viel Laufen sogar. Der Jungbornpark liegt vor der Haustür, da sah man Repelens Aufstiegskicker häufiger als auf dem Sportplatz.
„So gewinne ich meine Spiele“, nimmt Lesic Bezug auf seine zweite sportliche Leidenschaft, in der die Kondition eine ebenso wichtige Rolle spielt wie im Fußballsport. Mit der kleinen gelben Filzkugel versteht sich der Kroate aus dem Moerser Norden bestens und greift zurzeit meisterschaftsmäßig auch für den Tennis-Bundesligisten TC Blau-Weiß Krefeld zum Schläger. Statt aus Schaephuysen, Veen und Hohenbudberg kommen da die Gegner aus Halle, Nürnberg oder Erfurt.
Bundesliga oder internes Duell
Und genau das könnte noch zu einem Problem werden. Wenn am 12. August für sein Team das erste Fußballspiel in neuer Kreisliga-Umgebung ansteht, steht Tennis-Lesic, wenn es sein Coach in Krefeld denn so bestimmt, mit den dortigen Blau-Weißen auf dem Court und hofft auf einen Sieg gegen Erfurt. Und das, obwohl zur gleichen Zeit die Premiere in der A-Liga gleich mit einem Knüller aufwartet. Repelens Zweite trifft dann, im Spielplan als Gastgeber ausgewiesen, auf die erste Vertretung des eigenen Clubs, die sich in der vergangenen Spielzeit so zu sagen erst in letzter Minute den Klassenerhalt gesichert hatte.
Lesic, der in früheren Spielzeiten bei der „Ersten“ auch schon mal als Mannschaftsführer mitwirkte, sieht der clubinternen Partie ganz gelassen entgegen. „Es wird viel zu viel in dieses Spiel hinein interpretiert“, sagt er, nachdem er die Spannung vor dem Anpfiff auch im eigenen Verein beobachtet hat. „Wir haben aber keinen Druck“, ergänzt der Spielertrainer. Und: „Wir freuen uns in erster Linie darauf, dass es endlich los geht!“
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