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Sportabzeichen: Man redet nicht immer über die Wehwehchen

zuletzt aktualisiert: 16.05.2007

Johann Rheims feiert im August Geburtstag; er geht schnurstracks auf die 80 zu. Mit 45 Jahren hat er zum ersten Mal das Deutsche Sportabzeichen absolviert und seither kein einziges Jahr ausgelassen. Noch heute ist der frühere Fußballer Mitglied des SC Rheinkamp. Als Boss der Sportabzeichengemeinschaft Moers (SAG) steht Rheims jeden Donnerstag von 18 bis 20 und jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr auf dem Sportplatz des Berufsbildungszentrums an der Repelener Straße. Achim Bertenburg hat ihn befragt.

Herr Rheims, hält das Sportabzeichen jung?

Rheims In gewisser Weise schon. Wichtiger als die Prüfung ist ja die Vorbereitung auf das Sportabzeichen, die sich immer über einen längeren Zeitraum erstrecken sollte. Zwei- bis drei Mal pro Woche ist besser als ein noch so ausgiebiger Sport am Wochenende. Ein weiterer Vorteil ist: Man redet nicht immer nur über seine Wehwehchen.

Wie viele Häupter zählt die SAG?

Rheims Wir sind kein eingetragener Verein und sehen unsere Aufgabe in der Hinführung von Menschen zum Sportabzeichen, die nicht an einen Verein gebunden sein oder einem Sportverein angehören wollen, der den Erwerb des Sportabzeichens nicht anbietet. Einen festen Stamm von rund 100 Absolventen im Jahr haben wird aber schon.

Welche Sportarten kann man bei der SAG trainieren?

Rheims Natürlich insbesondere die Klassiker: Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen, aber auch neue Trendsportarten wie Skating oder Walking. Weiter ist die SAG Stützpunktadresse für den Erwerb des Bayerischen Sportleistungsabzeichens sowie des Österreichischen Sportabzeichens.

Bei welchen Disziplinen haben Neulinge Probleme?

Rheims Mädchen und Frauen tun sich oft beim Werfen und Kugelstoßen schwer, Männer beim Laufen über die 3000 Meter. Aber es sind ja viele Alternativen vorhanden.

Und was passiert, wenn jemand mit 60 zu Ihnen kommt, der 20 Jahre keinen Sport getrieben hat?

Rheims Da sagen wir schon, er möge zunächst mit dem Onkel Doktor darüber sprechen. Denn wer über 40 Jahre alt ist und sich das erste Mal auf das Sportabzeichen vorbereitet, der sollte sich auf jeden Fall einer solchen Untersuchung unterziehen und diese zudem alle drei Jahre wiederholen.

Quelle: RP

 
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