Mark Joachims imposante Serie
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 14.03.2008Der Tennistrainer des TC Blau-Weiß Kamp-Lintfort gewann bei den Deutschen Meisterschaften sein 20. Spiel ins Serie und damit den vierten Titel hintereinander. Seine Konkurrenten wünschen sich nichts sehnlicher, als dass er demnächst in der höheren Altersklasse startet.
„Aus“ im Achtelfinale
Und noch ein Teilnehmer aus dem Tennis-Kreis Moers war bei den Deutschen Meisterschaften der Herren 30 in Eggenstein dabei: Mirco Heinzinger vom TC Sportpark Asberg. Er gelangte durch einen Dreisatzsieg ins Achtelfinale, zog hier aber gegen Andrew Lux aus Elberfeld, ebenfalls in drei Sätzen, den Kürzeren. Schade, denn im Viertelfinale wäre es ansonsten zum reizvollen Duell gegen Mark Joachim gekommen.
Die jüngeren Spunde im Lager der Herren 30 werden auf das nächste Jahr hoffen. „Hoffentlich“, so werden sie vermutlich sagen, „tritt Mark Joachim dann nicht mehr in unserer Altersklasse bei den Deutschen Meisterschaften an!“ Der Vereinstrainer des TC Blau-Weiß Kamp-Lintfort, ein ehemaliger Bundesliga-Spieler, der zurzeit für den TC Johannisberg aktiv ist, hätte ihnen in diesem Jahr schon den Gefallen tun können. Immerhin sind die 35 erreicht, da wäre der Start bei den Herren 35 eigentlich schon fällig gewesen.
„In dieser Klasse wollte aber Carsten Braasch starten. Da haben wir vorher telefoniert und sind uns so aus dem Weg gegangen“, erklärt Joachim. Dass „Katze“ Braasch dann doch nicht antrat, war einfach nur Pech für die übrigen Herren 30. Mark Joachim steigerte mit dem Titelgewinn seine imposante Serie bei den nationalen Titelkämpfen auf mittlerweile 20 Siege in Folge, wurde somit zum vierten Mal hintereinander Deutscher Meister der Herren 30 und hinterließ einmal mehr eine nachdenkliche, ja geradezu nieder geschlagene Konkurrenz.
Fünf Spiele, fünf Siege – das ist Joachims Kurzformel der Meisterschaften in Eggenstein, unmittelbar vor den Toren Karlsruhes gelegen und schon seit Jahren Ausrichtungsort der Titelkämpfe. Für alte Hasen wie den Kamp-Lintforter Abonnementsmeister heißt das, nicht nur an den Ort vergangener Erfolge zurück zu kehren, sondern auch seine Erfahrungen spielen zu lassen.
Zum Beispiel bei der Frage nach dem Quartier während der viertägigen Veranstaltung. Joachim hat da früher mal sein Lieblingshotel entdeckt; es befindet sich im Karlsruher Zentrum und hatte in diesem Jahr sogar noch eine Überraschung bereit. Direkt neben dem Hotel liegt die Karlsruher Stadthalle, und dort verteilte am Tag vor dem Finale der badische Sender „Radio Regenbogen“ seine diesjährigen Musikpreise. „So etwas wie es bei uns im Westen Eins Live in Oberhausen macht“, beschreibt Joachim das Geschehen, dessen zufälliger Zeuge er somit wurde.
Im Finale klar überlegen
Der rote Teppich lag ausgerollt, Enrique Iglesias und die derzeit so beliebte deutsche Gruppe Ich + Ich liefen unter dem Blitzlicht-Gewitter der Fotografen drüber. „Und ich stand als Beobachter in der fünften Reihe“, erinnert sich Mark Joachim an die interessanten Bilder und Erlebnisse.
Geschadet hat ihm das unerwartete Abendvergnügen sicherlich nicht. Einen Tag später nämlich fegte der Kamp-Lintforter den Lokalmatadoren und Bundesliga-Spieler des TC Rüppurr Karlsruhe, Frank Moser, im Finale mit 6:1, 6:1 vom Platz. Und auch der wird sich jetzt wünschen, dass Joachim im nächsten Jahr endlich ins Lager der Herren 35 wechselt.
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