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Mit Ronaldo im Schlaraffenland

VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 10.08.2010

Georg Haesters darf sich derzeit wie im Schlaraffenland fühlen. Zumindest auf dem Papier. "Da haben sich inzwischen 25 Spieler angesammelt, die erklärt haben, dass sie gern für uns spielen würden", berichtet der Trainer des Fußball-A-Ligisten GSV Moers II. Wer da an die vergangene Spielzeit denkt, der wird erahnen, warum der Coach durchaus an paradiesische Verhältnisse denken mag. Vor einem Jahr nämlich hätten die Grafschafter Verantwortlichen vermutlich liebend gern Plakate ausgehängt. "Spieler gesucht", hätte da drauf stehen können.

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Kein linker Fuß

Bei allem Optimismus finden Georg Haesters sowie seine Co-Trainer Jörg Schwientek und Bernd Voigt immer noch Mängel im neuen Team des GSV Moers II. Nach jedem Testspiel setzt sich der Trainerstab mit den Spielern zur Fehlerdiagnose zusammen. "Es gibt noch einiges zu verbessern, aber das schaffen wir", sagt Haesters. Sorgen bereitet ihm vor allem die Defensive: "Unser Problem ist, dass wir wir in der Abwehr keinen Linksfuß haben."

Haesters' damaliger Vorgänger Michael Krebber krebste im August 2009 nur mit einer Handvoll Spieler herum. Was folgte, war eine Saison mit Hängen und Würgen, Zittern und Bibbern sowie einer Rettung in letzter Minute, die die GSV-Reserve in der Schlussphase der Saison vornehmlich der "Nachhilfe" (personeller Art) aus der ersten Mannschaft zu verdanken hatte.

Schnee von gestern! Und Haesters hat seinen Teil dazu beigetragen. Seitdem bekannt wurde, dass der 61-Jährige in der neuen Saison auf der Trainerbank sitzen wird, scheint der Schlosspark wieder eine gute Adresse zu sein. "Es haben sich viele meiner ehemaligen Spieler bei mir gemeldet, einige haben noch Freunde mitgebracht, die wiederum andere Freunde kannten", erzählt der ehemalige Trainer der A-Junioren des Clubs. So kam eine stattliche Zahl von Spielern zustande – ob alle auch tatsächlich ihr Wort halten werden, will Haesters allerdings auch nicht beeiden.

"Im oberen Tabellendrittel"

Sei's drum, denn bange ist dem Coach vor der Saison wahrlich nicht. "Wir werden im oberen Tabellendrittel mit spielen", zeigt sich Haesters äußerst optimistisch. Und das, obwohl seine Elf noch längst nicht endgültige Konturen angenommen hat. Gerade einmal drei Positionen hat der Trainer bislang vergeben. Mittelfeldspieler Tim Stuber gehört dazu, einer von lediglich vier Akteuren, die ihren neuen Mitspielern von der vergangenen Saison noch berichten können. Auch Ronaldo Zhupi sollte seinen Platz sicher haben. Der letztjährige Repelener A-Junior, der, nomen est omen, im Training natürlich auch ein Ronaldo-Trikot trägt, wäre einer für die vorderste Linie. In den Testspielen hat Zhupi seine Torgefährlichkeit bereits aufblitzen lassen. "Er hat sicherlich gute Chancen auf einen Platz im Team", bestärkt ihn sein Trainer.

Die derzeitige Nummer Eins im Team ist Rene Stelzer. Unangefochten, denn in der Torwartfrage hat die GSV-Reserve noch dringenden Handlungsbedarf. Der Neuzugang vom Bezirksligisten VfB Homberg II ist bislang der einzige Schlussmann, der sich in Haesters' langer Spielerliste finden lässt. Aber wer weiß, vielleicht meldet sich ja noch einer.

Quelle: RP

 
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