Handball: Noch sieben Möglichkeiten
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 21.02.2008Am Samstag treten die Handballfrauen des TuS Lintfort beim designierten Aufsteiger Borussia Dortmund an. Dabei steht hinter dem Einsatz ihres ungarischen Neuzugangs Adrienn Mizsik noch ein Fragezeichen.
Aus drei macht zwei
Der Abstieg aus der Zweiten Bundesliga ist für das Schlusslicht TV Oyten kaum noch zu vermeiden. Bleiben nach Ansicht von Bettina Grenz-Klein noch drei Mannschaften, die die verbleibenden beiden zusätzlichen Absteiger stellen werden. Dazu zählt sie neben ihrem Team die TSG Wismar und den MTV Altlandsberg. Während der TuS und Wismar noch gegeneinander antreten müssen und auch noch gegen Oyten spielen, hat Altlandsberg die vermeintlich schlechtesten Karten, sind doch fast nur noch Mannschaften aus den oberen Tabellengefilden die Gegner.
Sieben Spieltage sind für die Handballfrauen des TuS Lintfort in der Zweiten Bundesliga noch zu absolvieren. Damit stehen noch sieben Möglichkeiten zur Verfügung, um die nötigen Punkte für den angestrebten Klassenerhalt zu erzielen, was zum momentanen Zeitpunkt ein durchaus realistisches Ansinnen zu sein scheint, denn vom rettenden Ufer trennen die Klosterstädterinnen gerade einmal zwei Punkte. Allerdings stellt die kommende Aufgabe alles andere als ein leichtes Unterfangen da, tritt der TuS am Samstagabend doch beim Liga-Primus und designierten Aufsteiger Borussia Dortmund an.
Zuletzt nicht mehr so souverän
Die Gastgeberinnen präsentierten sich in den letzten jedoch nicht mehr so souverän, wie noch zu Beginn der Saison und boten sehr schwankenden Leistungen, wie etwa bei der 20:24-Niederlage beim Abstiegskandidaten TSV Travemünde oder dem knappen 26:25-Erfolg in Wismar. „Es stellt sich aber die Frage, ob auch wir in der Lage sind, Dortmund in Schwierigkeiten zu bringen“, orakelt die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Ohne Frage ist diese Partie eine sehr hohe Hausnummer für uns, wo nichts zu verlieren haben.
Dennoch müssen wir und in diesem Spiel das nötige Selbstvertrauen und die Sicherheit für die kommenden Aufgaben holen, und das ist nur dann möglich, wenn wir uns nicht abschlachten lassen.“ Um dem entgegen zu wirken, wollen die Lintforterinnen zu ihren alten Tugenden zurück kehren, sprich aus einer stabilen Abwehr heraus agieren.
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Deckungsarbeit in dieser Woche den Schwerpunkt beim Training beinhaltete.
Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir uns auch in Dortmund ordentlich präsentieren“, fordert Bettina Grenz-Klein. „Auf eine Tingel-Tangel-Abschiedstour in der Liga habe ich absolut keine Lust.“
Die Gastgeberinnen sind gespickt mit sehr routinierten Spielerinnen, die zumeist nicht nur auf Erfahrungen in der deutschen Eliteliga zurück greifen können, sondern auch international vielfach aktiv waren. „Dortmund kann nur an der eigenen Einstellung scheitern“, glaubt die Lintforter Trainerin. „Wenn wir das Glück haben, sie auf diesem Fuß zu erwischen, dann können wir mithalten und es wäre schon ein Wunder, wenn wir mehr erreichen würden, was ich allerdings für illusorisch halte.“ Personell steht es bei den Gästen nicht zum Besten.
Pia Modrow wird weiterhin ausfallen, denn ihre Knieverletzung stellte sich jetzt als schwerwiegender heraus, als zunächst befürchtet und auch hinter dem Einsatz des ungarischen Neuzugangs Adrienn Mizsik steht ein Fragezeichen, denn die Fußverletzung, die sie sich in der Partie gegen Travemünde zuzog, macht noch große Probleme.
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