Orkanartiger Gegenwind
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 17.09.2007Gleich in der ersten Partie nach ihrem direkten Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga kamen die Handballfrauen des TuS Lintfort kräftig unter die Räder: Sie verloren beim PSV Recklinghausen deprimierend deutlich mit 24:37.
Immerhin 24 Tore
Immerhin erzielten die Handballfrauen des TuS Lintfort bei ihrer Rückkehr in die Zweite Bundesliga im Gastspiel in Recklinghausen 24 eigene Tore. Und zwar durch Alexandra Bahrsch (6/2), Ute Hohmann (5), Ivana Ronova (4), Larissa Heil (3), Pia Modrow, Caroline Mook (je 2), Marie-Theres Klümper und Marie Zeegers.
Nach einer guten Vorbereitung, die den Einen oder Anderen zu Träumereien verführt haben mag, sind die Handballfrauen des TuS Lintfort direkt am ersten Spieltag der Zweiten Bundesliga recht unsanft auf beiden Beinen gelandet: Sie kassierten beim „alten Rivalen“ PSV Recklinghausen eine deftige 24:37 (12:20)-Klatsche. Natürlich war den Verantwortlichen und den Aktiven aus der Klosterstadt klar, dass ihnen nach dem direkten Wiederaufstieg ein heftiger Gegenwind ins Gesicht wehen würde, aber dass dieser gleich orkanartiger Auswüchse annehmen würde, damit hatten wohl die Wenigsten gerechnet.
Destruktive Spielweise
„Was mich wirklich extrem fuchst, ist, dass sich meine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt an irgendwelche Vorgaben gehalten hat“, ärgerte sich die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Selbst im dicksten Schlamassel wurden die Anweisungen von der Bank nicht umgesetzt. Deshalb ist vielleicht auch ganz gut, dass wir richtig einen auf die Mütze bekommen haben, denn sonst hätten einige Spielerinnen noch geglaubt, dass sie mit ihrer destruktiven Spielweise, die fast nur aus Einzelaktionen bestand, auch noch Erfolg haben könnten.“ Dabei sah es in den ersten zehn Minuten noch ganz passabel aus; beim Spielstand von 4:6 aus Sicht der Gäste deutete viel auf einen erneut spannendenVerlauf dieser Partie hin, wie bereits in einigen Duellen zuvor.
Die folgenden Minuten machten jedoch klar, dass es mit der Lintforter Herrlichkeit auch schnell wieder vorbei war. Unaufhaltsam zog der PSV auf und davon, und dabei musste er sich noch nicht mal sonderlich anstrengen. Zu einfallslos waren die Gäste in ihren Angriffsbemühungen. Hatten sie tatsächlich mal eine große Torchance, wurde diese zumeist kläglich vergeben. Fünf ausgealssene Siebenmeter-Strafwürfe sprechen Bände. Nach dem Seitenwechsel gelang es dem TuS zwischenzeitlich, auf vier Tore zu verkürzen. In dieser Phase zeigten Caroline Mook und Marie-Theres Klümper starke Leistungen in der Abwehr. Mehr war allerdings in Sachen Liga-Tauglichkeit beim TuS nicht zu erkennen.
„Es ist einfach ärgerlich, dass es meine Mannschaft nicht geschafft hat, ihr Potenzial abzurufen“, so Bettina Grenz-Klein. „Aber auch das hätte kaum gereicht.“
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