Tennis: Pessimist Milbich fürchtet den noch sieglosen Gegner
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 05.07.2008Mit einem Bein stehen die Herren 30 des TV Schwafheim bereits in der ersten Bundesliga. Das sagt jedenfalls der Blick auf die Tabelle von Liga Zwei: Da grüßt der TVS einsam von der Spitze und muss lange warten, ehe ein Echo aus dem Tal zurück schallt. Freilich, das zweite Bein durch die Tür zu ziehen erscheint zumindest Fritz Milbich noch ein hartes Stück Arbeit zu werden.
„Ich glaube es erst, wenn wir es geschafft haben“, nimmt der Sportwart der Schwafheimer derzeit eine einsame Position in Reihen des Clubs ein. Die Mitglieder an der Dorfstraße jedenfalls haben den Daumen oben und freuen sich bereits auf das Oberhaus. „Da kann doch nichts mehr passieren“, denken sich die Freunde der Mannschaft. „Kann doch“, antwortet Milbich und kontert mit dem sonntäglichen Auftritt seiner Mannen bei Blau-Weiß Krefeld. Da muss der ungeschlagene Spitzenreiter zum bislang sieglosen Schlusslicht reisen.
Keine „Vergnügungstour“
Was sich nach einer „Vergnügungstour“ anhört, rückt der Sportwart ganz schnell in den Bereich einer Zitterpartie. „Krefeld steht mit dem Rücken zur Wand, hat aber theoretisch noch die Chance auf den Klassenerhalt“, liest Milbich aus der Tabelle. Und weil Absteigen eine gar unfeine Angelegenheit ist, schließt Schwafheims Sportwart ein verzweifeltes Aufbäumen der Blau-Weißen ausgerechnet gegen sein Team nicht aus. Dass Magnus Larsson, ehemaliger schwedischer Top-Ten-Spieler und Davis-Cup-Sieger plötzlich auftaucht, glaubt aber selbst Pessimist Milbich nicht.
„Der spielt mit Sicherheit nicht“, gibt er in Sachen des Schweden eine Entwarnung. Aber dahinter könnte es knüppeldick kommen, wenn Krefeld erstmals in dieser Saison sein Schicksal in die Hände der niederländisch/belgischen Kombination Martijn Bok und Christophe Thijs legt. „Wenn beide ans Netz gehen, hängt das für uns ziemlich hoch“, fürchtet Milbich. Zumal da sich Schwafheims Spitze Marko Por bislang nicht immer als unüberwindbar präsentierte und auch Borut Urh seine Premiere im Team am vergangenen Sonntag mit einer Niederlage „feiern“ musste. Ein dickes Fragezeichen steht zudem weiterhin hinter dem Einsatz von André Deininger, dessen Handverletzung noch Probleme bereitet und eventuell nur ein zartes Daumen drücken zulassen wird.
„Wir sind noch nicht durch“, fürchtet Schwafheims Sportwart vor dem ersten Matchball der Saison. Die Mannschaft könnte ihn eines besseren belehren – da hätte auch Milbich nichts dagegen, nach einem Sieg in Krefeld am Sonntag die Korken knallen zu lassen.
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