Volleyball: Play-off-Start mit Heimrecht
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 30.03.2009Genau das wollte der Moerser SC mit einem Erfolg in Dürrenberg/Spergau erreichen, und er schaffte es. Dazu gehörte neben dem eigenen Sieg, den das Grozer-Team ohne sein holländisches Trio unter Dach und Fach brachte, auch die erwartete Niederlage der Netzhoppers Königs Wusterhausen.
Mit einer Überraschungsaufstellung wartete Trainer Georg Grozer am letzten Spieltag der Volleyball-Bundesliga-Hauptrunde in Bad Dürrenberg/Spergau auf. Nicht Roland Rademaker, nicht Joram Maan, nicht Renzo Verschuren (das Oranje-Trio also) stand für den Moerser SC auf dem Spielfeld, sondern die jungen "Adler" Tobias Neumann, Dominik Sikorski und Tim Broshog sollten es neben Matthias Mellitzer, Aleksandar Ljubicic, Ivan Perez sowie Nikola Rosic richten. Und das taten sie dann auch überzeugend. Deutlich mit 3:0 (25:13, 25:23, 25:22) setzte sich der MSC durch und überholte damit in der Tabelle die Netzhoppers Königs Wusterhausen, die zeitgleich bei Generali Haching mit 0:3 verloren.
So spielte der MSC
Zuspiel: Tobias Neumann
Diagonalangriff: Matthias Mellitzer
Mittelblock: Tim Broshog, Aleksandar Ljubicic
Außen/Annahme: Ivan Perez, Dominik Sikorski
Libero: Nikola Rosic
eingewechselt: (nur) Szabolcs Szalai
Trainer: Georg Grozer
Co-Trainer: Chang Cheng Liu
Zuschauer: 650
"Wir starten wieder bei Null"
Damit ist nun auch die letzte Entscheidung für die Play-off-Runde gefallen: Moers trifft als Vierter auf den Fünften, die Netzhoppers. Los geht's mit dem MSC-Viertelfinal-Heimspiel am kommenden Samstag um 19.30 Uhr im Adolfinum. Das Rückspiel folgt am 7. April um 20.15 Uhr in der Landkostarena Bestensee. Ein mögliches Entscheidungsspiel würde am 11. April wieder in Moers stattfinden. "So hatten wir uns das auch vorgestellt. Jetzt beginnt die Zeit der Wahrheit. Wir starten wieder bei Null und müssen zusehen, dass wir möglichst weit kommen. Ich glaube, dass es in den Play-Offs einige Überraschungen geben wird", sagte Grozer direkt nach dem Sieg in Bad Dürrenberg.
Er hatte sein Team schon zu Beginn der vergangenen Woche darauf eingestellt, dass es in Dürrenberg eine andere Aufstellung geben könnte. Neumann, Sikorski und Broshog wussten, dass sie eine Chance bekommen würden. Besonders Zuspieler Neumann überzeugte seinen Trainer: "Der Tobias hat zwar noch nicht die Erfahrung von Roland, aber spieltechnisch ist er ihm auf den Fersen. Er muss noch etwas schneller aus den Beinen kommen, dann ist er ein richtig Guter."
Sikorski glänzte im Angriff mit einer guten Quote von 67 Prozent, in der Annahme wackelte der Youngstar allerdings noch. Neumann, Sikorski und Broshog sorgten immerhin für 18 Moerser Punkte. Die routinierteren Mellitzer, Perez, Szalai und Ljubicic holten weitere 33. Den Rest "besorgten" die überforderten Gastgeber mit eigenen Fehlern.
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