Fußball: Public Viewing bei Katja im Keller
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 14.06.2008Fußballlose Zeit? Ausspannen? Abschalten? Nichts da – Bettina Kutscher, Trainerin des Frauenfußball-Regionalligisten GSV Moers hat auch nach absolvierter Saison einen gut gefüllten Terminkalender. So kümmerte sie sich auch gestern darum, den Kader der „Gräfinnen“ für die kommende Spielzeit zu komplettieren. Endgültigen „Vollzug“ meldete sie bei drei jungen Frauen, die zukünftig in Gelb-Schwarz aufs Spielfeld laufen werden. Carolin Liß, Laura Wirriger und Maria Herzenberg schließen sich der Kutscher-Elf an.
„Wir werden die Mannschaft erheblich verjüngen. Im Gespräch sind wir auch noch mit einigen Spielerinnen, die noch nicht einmal 18 Jahre alt sind“, sagte die GSV-Trainerin gestern.
Carolin Liß kommt vom Verbandsliga-Aufsteiger HSC Berg aus Hamminkeln an den Schlosspark. Die 18-jährige soll ebenso den Angriff verstärken wie Laura Wirriger. Sie spielte bislang für den FCR Duisburg in der zweiten Mannschaft. Die Angreiferin ist ebenfalls erst 18 Jahre jung. Vom TuS Büppel aus dem hohen Norden kommt die 21-jährige Maria Hertzenberg in die Grafenstadt. Sie ist im defensiven Mittelfeld oder in der Abwehr einsetzbar.
„Ich kann heute noch nicht sagen, ob wir in der nächsten Saison stärker sein werden als in der letzten Serie. Mit Sicherheit aber werden wir ein deutlich größeres Potenzial haben“, sagt Bettina Kutscher. Als sie ihre Gespräche mit den weiteren möglichen Neuzugängen beendet hatte, ging es für sie sofort in Sachen Fußball zur nächsten Station: Katja Fleischer hatte die GSV-Mannschaft zu sich in den Partykeller eingeladen. „Eigentlich wollten wir zum Saisonabschluss grillen. Aber das Wetter spielt leider nicht mit. Und ich weiß, dass Katja auch einen Fernseher hat. Holland gegen Frankreich und Italien gegen Rumänien werden wir also nicht verpassen“, schmunzelte sie.
Tina forscht fortan im Labor
Derweil gab Christina Möring bekannt, dass sie ihre Fußballschuhe vorzeitig an den Nagel hängen wird. Die „chemisch-analytische Mittelfeld-Professorin“ – so bezeichnete man sie zuweilen im Team – zollt fortan ihrem Beruf Tribut. „Tina wird an einem großen Projekt mitarbeiten. Und da ist wohl auch dann Laborarbeit angesagt, wenn wir trainieren. Schade für uns, aber so ist das Leben nun einmal“, meinte ihre Trainerin. Die Diplom-Chemieingenieurin war seit 2002 beim GSV Moers.
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