Repelener Kontraste
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 15.05.2008Die zweite Fußballmannschaft des VfL wird aller Voraussicht nach schon am kommenden Sonntag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen. Dagegen steckt die erste Vertretung des Vereins noch mitten im Abstiegskampf.
Eine stolze Bilanz
Mit 88 Treffern stellt der FC Meerfeld das torhungrigste Team der Fußball-Kreisliga A. Für den Spitzenreiter gab’s im bisherigen Saisonverlauf bereits 20 Siege bei nur einer einzigen Niederlage. Diese bezog die Mannschaft von Trainer Wolfgang Gehnen am siebten Spieltag mit dem 2:3 beim SV Schaephuysen. Seine beiden letzten Spiele als A-Ligist bestreitet der FCM beim SV Sonsbeck II sowie gegen den SV Budberg II.
Es ist angerichtet für den VfL Repelen II. Die offizielle Bestätigung, dass das Team um Spielertrainer Mario Lesic seinen dritten Aufstieg in Folge feiern darf, steht zwar noch aus. Doch acht Zähler Vorsprung, die sich der Tabellenzweite der Fußball-Kreisliga A vor dem SV Schaephuysen bis heute heraus gespielt hat, werden reichen. Repelen wird also in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga kicken. Nur: Es wird die zweite Mannschaft von der Stormstraße sein, die in Kürze jubelt und den Sekt genüsslich schlürft. Die erste VfL-Garnitur wird sich derweil daran gewöhnen müssen, im nächsten Jahr als „Reserve“ anzutreten.
Das Repelener „Kontrastprogramm“ des Sonntags: Daheim gegen den SV Sonsbeck II können Lesic und seine Gefährten mit einem Sieg alle noch vorhandenen theoretischen Zweifel am Aufstieg aus dem Weg räumen. Zur gleichen Zeit muss sich die erste VfL-Auswahl auf staubiger Scherpenberger Asche dem Kampf um den Klassenerhalt stellen.
Abstiegskandidaten auswärts
Vier Mannschaften zittern am Tabellenende der A-Liga, zwei von ihnen werden im kommenden Spieljahr eine Etage tiefer antreten müssen. Die Ansetzungen des drittletzten Spieltags wollen es, dass das Quartett sein Glück auf fremden Plätzen suchen muss. Während Repelens „Noch-Erste“ beim SV Scherpenberg antritt, gastiert der einen Zähler besser gestellte ESV Hohenbudberg bei der Kamper Alemannia. Keine leichte Aufgabe, zumal da die Gastgeber die Pfingstpause dazu genutzt haben dürften, ihr Lazarett zu lichten.
Auch die Vertretung von Concordia Ossenberg steht vor einer undankbaren Aufgabe. Ausgerechnet bei der heimstarken Borussia aus Veen muss gepunktet werden. Bei zwei Zählern Rückstand auf den 13. Rang, der die Rettung bedeutet und derzeit noch in Repelener Händen liegt, käme ein Unentschieden schon einer gefühlten Niederlage gleich.
Aderlass droht den Rheinhauser Vereinen. Nachdem der Abstieg des OSC Rheinhausen II schon seit Wochen besiegelt ist, nimmt das Schicksal nun auch für den Lokalrivalen TB seinen Lauf. Sieben Zähler müsste das Team von der Werthauser Straße in den noch verbleibenden drei Auftritten gegenüber der Konkurrenz aufholen. Muss man Prophet sein, um zu sagen, dass das nicht gelingen wird? Der Beginn der Abschiedstour führt das TB-Team am Sonntag zum SV Schaephuysen.
Fernab jeglicher Tabellenzwänge lässt der GSV Moers II die Saison ausklingen. Gegner ist der TuS Asterlagen. Und da wäre ja auch noch der FC Meerfeld: Der Aufstieg in die Bezirksliga ist gesichert; jetzt geht’s für das Team von Trainer Wolfgang Gehnen noch um den Meistertitel in der Kreisliga A. Die Gäste des TSV Türkiyemspor Lintfort werden freilich nicht höflich Spalier stehen, sondern Paroli bieten wollen.
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