Fußball: Revanche-Gelüste
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 03.08.2007Guido Schnitzerling trifft mit seinen Kamper Alemannen nur wenige Tage nach dem enttäuschenden 2:2 gegen die DJK Lintfort erneut auf diesen Gegner. Gutes Los für Preußen Vluyn, von der eigenen Vorstandsdame gezogen.
Mächtig angefressen war Guido Schnitzerling noch am Dienstag. Der Fußballtrainer von Alemannia Kamps ließ den Abend nach dem enttäuschenden 2:2 seiner Mannen gegen die DJK Lintfort im Rahmen der Kamp-Lintforter Stadtmeisterschaft (die RP berichtete) mit einigen markanten und nicht gerade leisen Worten ausklingen, ehe er sauer entschwand. Kleiner Trost für den deprimierten Coach: Die Gelegenheit, sich über die Wiedergutmachung seiner Mannen gegen den gleichen Gegner zu freuen, besteht schon am Sonntag. Da muss Schnitzerling möglicherweise gar nicht lange warten, ehe es ihm wieder besser geht. Denn die erste Runde des DFB-Pokalwettbewerbs auf Kreisebene macht’s möglich: Die DJK und die Alemannia sehen sich nämlich bereits wieder.
Vorgeschmack auf die neue Saison
Die 23 Spiele des Pokalauftakts hat Astrid Fiebich aus dem Lostopf gezogen. Und die Dame aus dem Vorstand des Bezirksliga-Neulings Preußen Vluyn hat unter den gestrengen Augen der Kreis-Verantwortlichen denn auch gleich ihr Team mit einem höchst attraktiven Spiel verwöhnt. Der Aufsteiger tritt beim Liga-Konkurrenten SV Budberg an – das wird gleich einen Vorgeschmack liefern auf das, was die Preußen in diesem Spieljahr erwartet. „Das ist bestimmt kein schlechtes Los“, freute sich denn auch der Vluyner Trainer Dirk Albrecht. „Gegen einen so starken Gegner wie Budberg kann man einfach nicht mit der falschen Einstellung ins Spiel gehen!“
Liegt’s nur an der „Einstellung“, wenn’s daneben geht? Pokal ist vor allem, wenn die vermeintlich „Kleinen“ über sich hinaus wachsen, den Favoriten eins auswischen und sich anschließend schief lachen dürfen, während andernorts die Wände wackeln. Klassenunterschiede müssen erst mal bestätigt werden, zum Beispiel hier: Der Neu-Verbandsligist GSV Moers fährt zum VfL Repelen, und der Landesligist Fichte Lintfort lernt den Sportplatz des SV Ginderich kennen. Die Ausflüge sollten in konzentrierter Arbeit enden, um sich am Sonntag nicht zur Lachnummer des Fußball-Kreises zu machen.
Und das gilt auch für den TV Asberg: Der Bezirksligist tritt beim zwei Spielklassen tiefer angesiedelten TV Rumeln an. Gut, wenn man auf der anderen Seite steht: Türkiyemspor Lintfort hat gegen den Landesliga-Riesen SV Sonsbeck ganz und gar nichts zu verlieren. Selbst der Bezirksliga-Absteiger SV Scherpenberg darf sich gegen den Landesliga-Neuling TuS Borth vornehmlich um Stimmungsauffrischung nach verkorkster Saison bemühen.
Zuschauen, weil spielfrei in erster Runde, darf neben dem Pokalsieger VfB Homberg und dem Kreis-Finalisten SV Neukirchen auch der B-Ligist SV Lintfort. Doch der hat am Samstag bereits seinen Spaß. Da geht’s im Rahmen der Kamp-Lintforter Stadtmeisterschaft gegen Fichte. Und zwei Höhepunkte an einem Wochenende – das wäre auch ein wenig zu viel des Guten.
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