Ritte-Quintett im „Höhenrausch“
zuletzt aktualisiert: 12.06.2008Mittlerweile bringt es das Ehepaar Ute und Wolfgang Ritte auf 55 Wettkampfjahre im Stabhochsprung – und die Beiden werden nicht immer wieder neue Rekorde aufzustellen. Für Wolfgang Ritte zahlte sich die intensive Vorbereitung auf die laufende Saison bereits unlängst in Soest aus, als er den Senioren-Weltrekord auf 4,42 m verbesserte. Bei einem Wettkampf in Voerde (mit idealen äußeren Voraussetzungen) nahm er nun einen neuen Weltrekordversuch in Angriff. Nach zwei tadellosen Sprüngen über 4,10 m und 4,30 m überquerte er auch die neue Rekordhöhe von 4,50 m im ersten Versuch, und auch die 4,60 m schaffte Ritte sofort. Damit hat er die vom Schweden Hans Lagerquist 1996 aufgestellte Bestmarke (4,26 m) mittlerweile um 34 cm verbessert. Wolfgang Ritte wurde damit in Voerde „nur“ Zweiter, weil er sich seinem Sohn Thomas (4,80 m) geschlagen geben musste.
Das große Ziel Ute Rittes war das Knacken des Europarekords (Hillen von Maltzahn im Jahr 2006 mit 2,81 m. Nachdem sie die Anfangshöhen von 2,50 m und 2,70 m ohne Probleme gemeistert hatte, benötigte sie für die neue kontinentale Bestleistung von 2,85 m zwei Versuche. Fast wäre ihr dritter Versuch über 2,90 m auch noch geglückt, doch nach längerem Wackeln fiel die Latte noch runter. Die neue Europarekordinhaberin landete in Voerde auf Rang fünf; ihre Tochter Christina und die Schwiegertochter Sabrina (jeweils 3,60 m) wurden gemeinsame Siegerinnen.
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