Sauer auf den Nachbarn
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 05.08.2010Weil Daniel Tempesta zuerst bei der DJK Lintfort zusagte, dann aber zu Fichte wechselte, sind DJK-Trainer Eichner und Obmann Barsowski nicht gut auf den Stadtrivalen zu sprechen. Jetzt steht Dzanan Grgic im Angriff ganz allein da.
Weitere neue Spieler
Mit Fesar Kameri (zuletzt beim VfL Repelen) hat die DJK den vakanten Posten des zweiten Torhüters besetzt. Von Fichte Lintfort II wechselte Mirnes Pesic, Sohn des Co-Trainers Alia Pesic, ans Südtor. DJK-Trainer Peter Eichner baut in der neuen Saison zudem auf die letztjährigen A-Junioren André Holland, Marcel Kuntze, Kevin Dettweiler und Steve Koschmann.
Nichts Neues im Westen. Da, wo abends die Sonne hinter dem Südtor verschwindet, richtet sich auch in der bevor stehenden neuen Fußball-Saison der Kreisliga A, der Blick gen Tabellenkeller. "Es war ja wohl kaum zu übersehen, dass die DJK Lintfort in der vergangenen Spielzeit einige Probleme in Sachen Klassenerhalt hatte", mag auch Peter Eichner nicht verleugnen. Und dazu hat der Club in den vergangenen Wochen leider auch nicht den Lotto-Jackpot geknackt. "Wir können nicht mit den Geldscheinen wedeln, wenn es um die Verpflichtung neuer Spieler geht", sagt der 50-jährige Trainer der DJK.
Torgefährlicher Furuncu zum SVL
Eine ziemlich knifflige Aufgabe also, der sich der neue Coach, der in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit den VfL Repelen II betreute, in der Sommerpause zu widmen hatte. Denn gleich sechs Akteure, deren Hilfe und Unterstützung der Klassenerhalt zu verdanken war, beenden ihre Hilfsaktion und widmen sich fortan nur noch den Spielen der Altherren. Mit Harun Furuncu, der im besten Fußballalter ist, hat sich zudem ein torgefährlicher Akteur zum Nachbarn SV Lintfort verabschiedet.
Da haben sich Trainer und Vorstand natürlich über jede Zusage neuer Aktiver gefreut. Und dann das: Daniel Tempesta, vor zwei Jahren bereits bei der DJK, ehe er dann vom winterlichen Einkaufsrausch des damals wohl noch betuchten TSV Türkiyemspor weg gelockt wurde, hatte sein Comeback am Südtor angekündigt. "Seine Zusage lag vor", betont Eichner. Doch ausgerechnet der Nachbar von der Franzstraße bewegte den Kicker dazu, sein Wort bei der DJK nicht einzuhalten und stattdessen den Amateurvertrag, den Fichte ihm anbot, zu unterschreiben. "Das ist uns gegenüber schon eine Frechheit, was Fichte sich da geleistet hat", richtet DJK-Fußball-Obmann Rolf Barsowski harsche Kritik an den Lokalrivalen.
Eichner geht das Problem recht praktisch an: Mit dem Weggang von Tempesta ist sein Angriff exakt auf die Hälfte reduziert worden. Vorn taucht jetzt nur noch der Name von Dzanan Grgic auf. Der Bruder des DJK-Mannschaftsführers Nisfad Grgic schoss in der abgelaufenen Saison den SV Menzelen mit seinen Toren zum Aufstieg in die B-Liga. "Jetzt müssen sich unsere Mittelfeldspieler eben weiter nach vorn orientieren und für die Tore sorgen", erklärt Eichner, der auf die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Auswahl setzt, die zurzeit allerdings lediglich aus 15 Akteuren besteht.
Da sollte und da muss noch nachgelegt werden. "Wir führen natürlich noch Gespräche", betont der Coach und hofft auf weitere Neuzugänge in den verbleibenden Wochen bis zum Saisonstart.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum