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Volleyball: "Schiri" bringt Grozer auf die Palme

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2009

Bei der 1:3-Niederlage in Haching fühlen sich die Moerser von Referee Harald Rieger verschaukelt. In der Schlussphase der Partie kommt es zu einer Gelben Karte gegen Trainer Georg Grozer, die schließlich spielentscheidend ist. MSC-Angreifer Joram Maan verletzt sich an einer Werbebande.

Hachings Angreifer Eugen Bakumovski (vorn) sieht sich einem Moerser Doppelblock mit Roland Rademaker (links) und Aleksandar Ljubicic gegenüber. Die Gäste vom Niederrhein zeigten gestern deutliche Aufwärtstendenz. Bild: Privat Foto: RPO
Hachings Angreifer Eugen Bakumovski (vorn) sieht sich einem Moerser Doppelblock mit Roland Rademaker (links) und Aleksandar Ljubicic gegenüber. Die Gäste vom Niederrhein zeigten gestern deutliche Aufwärtstendenz. Bild: Privat Foto: RPO

Es war ein Spiel auf des Messers Schneide, das der Volleyball-Bundesligist Moerser SC gestern Nachmittag nur knapp mit 1:3 (24:26, 25:23, 21:25, 23:25) bei Generali Haching verlor. Vor rund 1100 Zuschauern, die eine sehenswerte Partie geboten bekamen, zeigten die "Adler" erneut eine deutliche Leistungssteigerung. Allerdings stand das Spiel unter der Leitung eines äußerst schwachen Schiedsrichters Harald Rieger aus Giengen.

Fünf Situationen gegen Moers

Und der brachte MSC-Trainer Georg Grozer mehr als einmal auf die Palme. In einer sehr entscheidenden Situation – im vierten Satz stand es 22:22 – gab der Unparteiische den Zähler nach einem Hachinger Angriff, den sowohl Grozer als auch etliche Zuschauer im Aus gesehen hatten. "Es war ein sehr faires Publikum. Viele Leute haben sofort gerufen, dass der Ball im Aus war. Aber das war ja nicht der einzige Punkt, den der Mann den Hachingern geschenkt hatte. Ich habe fünf Situationen gezählt, die allesamt gegen uns entschieden wurden", meinte Grozer, der sich während der Rückfahrt nach Moers noch einmal die Videoaufzeichnung von sportdigital-tv – der Internet-Sender übertrug das Spiel live – angesehen hatte.

Info

So spielte der MSC

Zuspiel: Roland Rademaker

Diagonalangriff: Matthias Mellitzer

Mittelblock: Aleksandar Ljubicic, Renzo Verschuren

Außen/Annahme: Joram Maan, Ivan Perez

Libero: Nikola Rosic

eingewechselt: Szabolcs Szalai, Tim Broshog, Tobias Neumann

Trainer: Georg Grozer

Co-Trainer: Chang Cheng Liu

Der Ärger des Moerser Übungsleiters war durchaus verständlich. Nach dem 23:22 für Haching im vierten Durchgang handelte sich Grozer wegen übertriebenen Reklamierens auch noch eine Gelbe Karte, gleichbedeutend mit einem weiteren Punkt zum 24:22 für die Gastgeber ein. Die freuten sich zwar ihrerseits über Grozers "Geschenk", bestätigten in der Pressekonferenz später aber ebenfalls die schwache Leistung des Schiedsrichters. Der MSC konnte sich davon allerdings nichts mehr kaufen.

Im ersten Satz kam es zudem zu einer Verletzung von Joram Maan, der sich bei einem Abwehrversuch an der Werbebande aus Metall verletzte. Die Schwellung am Fuß hielt sich jedoch gestern Abend in Grenzen, so dass die Moerser darauf hoffen, ihn schnell wieder einsetzen zu können.

Timea Grozer (rechts) kühlt den Knöchel von Joram Maan. Bild: Privat Foto: RPO

Der MSC trat in Haching personell zunächst unverändert auf. Nach Maans Aus kam Szabolcs Szalai ins Spiel, der nach mehreren Wochen endlich wieder eine richtig gute Leistung lieferte. Mit 19 Punkten war er hinter Matthias Mellitzer zweitbester Moerser Scorer. Allerdings stellte Grozer sein Team in der Aufstellungsrotation um. "Nikola Rosic ist dadurch in vier von sechs Situationen zentral in der Annahme positioniert. Das hat schon ganz ordentlich ausgesehen heute. Aber wir müssen an diesem System noch weiter feilen", so Grozer.

In den Elementen Aufschlag, Feldabwehr und Blockabwehr zeigten sich die "Adler" deutlich verbessert. Lediglich einige "big points" ließen sie noch aus, was mit ausschlaggebend für die knappe Niederlage war.

Quelle: RP

 
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