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Volleyball: So klein sind 81 Quadratmeter

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008

Die zuletzt hoch gelobten Spieler des Moerser SC enttäuschten bei der unerwarteten 2:3-Niederlage gegen Generali Haching auf der ganzen Linie. Besonders beim Aufschlag offenbarten die „Adler“ einige Probleme.

Russian and Bulgarian players reach for the ball  during a World League Final Round 2007 volleyball match between  Bulga Foto: AP, AP
Russian and Bulgarian players reach for the ball during a World League Final Round 2007 volleyball match between Bulga Foto: AP, AP

Sport kann ja so grausam sein. Da war die Halle mal wieder so richtig schön voll (so um die 900 Zuschauer), und dann verliert der Moerser SC als Heimmannschaft überraschend. So geschehen im Sportzentrum Rheinkamp in der Volleyball-Bundesliga-Partie des MSC gegen Generali Haching.

Nach den beiden 3:0-Erfolgen über evivo Düren und den SCC Berlin waren die Moerser Fans „heiß“ auf einen weiteren Erfolg. Wetten wurden abgeschlossen, dass es entweder ein 3:0 oder ein 3:1 für den MSC geben würde; andere Ergebnisse lagen offensichtlich fern jeglichen Vorstellungsvermögens. Aber nach der 2:3 (25:21, 21:25, 25:19, 22:25, 13:15)- Niederlage herrschte in der Arena betretenes Schweigen, vor allem weil der sportliche Rückschlag gegen die ausgelassen jubelnden Bayern vermeidbar gewesen wäre.

Info

So spielte der MSC

Zuspiel: Lukas Kampa

Diagonalangriff: Georg Grozer junior

Mittelblock: Ralph Bergmann, Renzo Verschuren

Außen/Annahme: Guido Görtzen, Joram Maan

eingewechselt: Jeremy Wilcox, Tuukka Anttila

Trainer: Georg Grozer senior

Co-Trainer: Chang Cheng Liu

Zuschauer: 900

Görtzen musste versteckt werden

Die Schlappe den Schiedsrichtern in die Schuhe zu schieben – es gab etliche umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen – wäre zu einfach. Zwar war MSC-Trainer Georg Grozer senior mächtig sauer auf den Stuhl-Schiedsrichter („Warum überstimmt er nicht seinen Linienrichter, wenn er sieht, dass der mehrmals falsch anzeigt?“), aber der Coach erklärte auch: „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ Und das stimmt. Die „Adler“ mussten Guido Görtzen „verstecken“, weil der Niederländer wegen einer Grippe zwei Tage im Bett gelegen hatte. „Ich fühle mich total erschöpft“, sagte der Annahme-Spieler nach der Begegnung. Fünf komplette Sätze hatte er durchhalten müssen, weil auch Ivica Jevtic wegen seiner Schulterverletzung nicht spielen konnte.

Die übrigen Moerser Akteure kompensierten gegen eine kompakte und starke Hachinger Truppe diese Schwächung am Ende nicht. Georg Grozer junior leistete sich acht Aufschlagfehler, Ralph Bergmann brachte „Einwürfe“ teilweise nicht in den 81 Quadratmetern des gegnerischen Feldes unter, und Nikola Rosic schwächelte ungewöhnlich oft in der Annahme sowie Abwehr.

Ein Motivationsproblem?

„Wir hatten auf einen oder vielleicht zwei Sätze gehofft. Unser Respekt vor Moers war sehr groß. Dass wir hier gewinnen, ist einfach unglaublich. Allerdings hatten wir auch eine Menge Glück“, gab Mihai Paduretu, Trainer der Hachinger, zu Protokoll. Görtzen erklärte hinterher: „Ich glaube, dass wir kein Team waren. Es wurde viel zu viel gemeckert, anstatt sich zu konzentrieren. Vielleicht hat wir ja auch ein Motivationsproblem.“

Quelle: RP

 
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