Deutscher Olympischer Sportbund: Sportabzeichen im neuen Look
VON ACHIM BERTENBURG - zuletzt aktualisiert: 16.05.2007Nichts ist für die Ewigkeit – nicht einmal das Deutsche Sportabzeichen. Der Evergreen des Breitensports bekommt in diesem Jahr ein neues Gesicht. Weil der Deutsche Sportbund und das Nationale Olympische Komitee für Deutschland zum neuen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fusioniert haben, enthalten die Abzeichen in Gold, Silber und Bronze fortan den Schriftzug „DOSB“. Gleiches gilt für den Nachwuchs. Das Schüler- und das bisherige Jugend-Sportabzeichen gehen im neuen „Deutschen Sportabzeichen Jugend“ auf.
Eine Million ist das Ziel
Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ruft das ARD-Buffet in diesem Jahr Zuschauer aller Generationen auf, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Ehrgeiziges Ziel des DOSB ist es, erstmals die Schallgrenze von einer Million bestandener Prüfungen zum Sportabzeichen zu durchbrechen.
www.deutsches-sportabzeichen.de
Wer sich für das Angebot der SG Moers interessiert, der kann Irmgard Kaiser, Tel. 02841/52823, oder Bernd Eichhorn, Tel. 02841/54916, anrufen.
Alle haben’s etwas leichter
Außerdem verändern sich einige Details bei der Verleihung. Schließlich gibt’s auch noch Änderungen für viele Altersgruppen in der Leistungstabelle. Bei den Männern ändern sich in der Gruppe 2 die Kriterien für den Weitsprung. Waren bisher für 30 bis 39 Jahre alte Männer 4,50 m gefordert, so sind es ab jetzt nur noch 4,30 m. Auch die Männer im Alter von 40 bis 44 Jahren müssen statt 4,25 nur noch 4,20 m weit springen. Die männliche Jugend hat es auch etwas leichter, allerdings nicht beim Weitsprung, sondern beim 2000-m-Lauf. Waren bislang dafür bei den Zwölfjährigen höchstens 10:30 Minuten erlaubt, so sind es künftig glatte elf Minuten. Die ein Jahr Älteren dürfen künftig höchstens 10:10 Minuten über diese Distanz benötigen, bisher waren es lediglich genau zehn Minuten.
Und auch bei den Frauen ändert sich etwas beim Schwimmen in der Gruppe vier über die 100 m. Alle Altersklassen bis auf die der 18 bis 29 Jahre alten Frauen können künftig mindestens zehn Sekunden länger unterwegs sein als bisher.
„Entscheidend ist auf’m Platz.“ Diesen Satz hat einmal Fußball-Legende Adi Preissler gesagt. Björn, Eva, Ines, Julia und Nina, die zum ersten Sportabzeichen-Übungsnachmittag der Sportgemeinschaft Moers gekommen sind, sehen das ähnlich. Auch beim Üben fürs Sportabzeichen zählt allein, was auf dem Sportplatz passiert. Julia (13) ist hier, „weil es Spaß macht“. Und Eva (10) „macht alles gern“. Weil es so schön ist, üben die Geschwister Weitsprung und Wettrennen mit nackten Füßen und meinen einstimmig: „Nein, tut überhaupt nicht weh.“
Renate Raszkowski, die gemeinsam mit Katja Riess die Kinder unter ihre Fittiche nimmt, hat schon im vergangenen Jahr angemahnt, dass „der Sand in der Sprunggrube mal ausgetauscht werden muss“. Nichts ist passiert. Trotzdem hüpft Katja (17), von Haus aus Turnwettkämpferin, mit ihren Schützlingen in die Grube. Selbst hat sie bereits elf Mal die Bedingungen für das Schüler- und Jugend-Sportabzeichen erfüllt: „Es ist immer wieder mal ganz nett auf‘m Platz.“
Irmgard Kaiser und Bernd Eichhorn kümmern sich um die Erwachsenen. „Kommt, lauft mit mir“, lautet das freundliche Angebot des Letztgenannten an zwei Damen, „ich pass’ auf, dass ihr nicht außer Puste kommt.“ Jetzt geht‘s ganz gemütlich rund auf der Bahn . . . Danach strahlen die Lauf-Neulinge: „Das macht echt Laune.“
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