Squash: Fusion in Sicht
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 01.04.2008Derweil die positiven Eindrücke von der spannenden „Wetten, dass . . . ?“-Außenveranstaltung nachwirken, beschäftigen sich die Squash-Vereine aus Moers und Krefeld intensiv mit der Möglichkeit eines Zusammenschlusses. In der selben Halle spielen beide Clubs ja schon.
Mannschafts-Quartett
Der 1. Squash-Club Moers nimmt in dieser Saison mit vier Mannschaften am Spielbetrieb teil. Sportliches Aushängeschild ist die Damen-Bundesliga-Vertretung. Die Herren spielen in der Zweiten Bundesliga. Die zweite Damenmannschaft gehört der Regionalliga an, und die Senioren des SCM sind in der Verbandsliga aktiv.
Großes Lob von allen Seiten hört Michael Mühlbacher seit Sonntag immer wieder. Die Squash-Außenwette der ZDF-Sendung „Wetten, dass . . . ?“ und die anschließende Party in der von „Mücke“ betriebenen „Turnhalle“ in Krefeld (was Moers betrifft: RP exklusiv von gestern) löste allenthalben positive Reaktionen aus. Auch bei der Jahreshauptversammlung des 1. Squash-Clubs Moers am Sonntag Nachmittag waren Thomas Gottschalk, Paris Hilton, „Mücke“ Mühlbacher, Marc Vocetti & Co. noch immer ein Top-Thema, denn viele Vereinsmitglieder wie beispielsweise der 1. Vorsitzende des SCM, Wolfgang Hienert, oder die Bundesliga-Squash-Asse Eva Brauckmann und Rainer Fuhlhage-Maille waren live dabei.
Idee kommt aus Krefeld
Wahlen standen bei der Versammlung nicht auf der Tagesordnung. Wohl aber ein anderes interessantes Thema: Der SCM, beheimatet in der Grafenstadt, „heimspielend“ aber in Mühlbachers „Turnhalle“ in Krefeld, setzte sich intensiv mit einer Idee des Krefelder Vereins „Squash-Inn“ auseinander. „Man hat uns von Krefelder Seite gefragt, ob wir uns eine Fusion vorstellen können“, erklärte Hienert gestern. Nicht allein, aber auch aus dem Grund, dass beide Clubs ohne Zögern im Vorfeld des „Wetten, dass . . . ?“-Spektakels Mühlbacher ihre Unterstützung zugesagt hatten.
Der Krefelder Verein hatte sich bereits im Jahr 2005 aus dem Zusammenschluss dreier kleinerer Clubs gebildet. Auch dessen sportliche Heimat ist Mühlbachers „Turnhalle“. Beide Vereine wollen die Nachwuchsarbeit forcieren und gleichzeitig im Leistungssport kooperieren. Hier haben die Moerser mit ihren Bundesliga-Teams und der Regionalliga-Mannschaft der Frauen die Nase vorn.
Bei einer Probeabstimmung auf der Hauptversammlung ergab sich auch bei den Moersern eine Tendenz zur Fusion. Hienert dazu: „Die meisten Mitglieder waren dafür. Aber es gab auch einige Stimmen, die noch nicht überzeugt klingen. In der Vergangenheit waren wir ein Satellitenverein. Wir sind Moerser, aber wir spielten auch schon in Duisburg und Krefeld, weil die Hallensituation in Moers nicht ausreicht. In Krefeld fühlen wir uns wohl, und mit den Leuten vom dortigen Squash Inn verstehen wir uns prima. Aber die Entscheidung zu einer Fusion fällt später, denn es müssen im Vorfeld vierle Details geklärt werden.“
Auch Mühlbacher gehört zu den Befürwortern eines Zusammenschlusses. „In der Turnhalle gibt es ein sinnvolles Nebeneinander. Warum nicht auch die Kräfte bündeln und gemeinsam auftreten. Bei der Topveranstaltung am Samstag haben schon alle an einem Strang gezogen, und sogar die Paderborner Bundesliga-Spieler, die auf dem Weg zu einer Partie in Koblenz bei uns Halt gemacht haben, sagten uns, dass wir da ein sensationelles Squash-Ereignis auf die Beine gestellt hätten.“
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