Volleyball: Sunnyboy Ivan ist da!
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 10.10.2008Der Neuzugang des Moerser SC, Ivan Perez, landet auf dem Düsseldorfer Flughafen. Er ist der Hoffnungsträger der „Adler“ im Annahmebereich und wird möglicherweise schon am Sonntag gegen Berlin zum Einsatz kommen.
An „Christmas“ zu zweit
Wunderschöne Sandstrände und grandiose Sonnenuntergänge kennt Ivan Perez aus seiner Heimat Puerto Rico. Von Deutschland weiß er noch nicht sehr viel. Dennoch freut er sich auf die Zeit am Niederrhein. Allzu lange bleibt er nicht allein, denn, so erklärte er gestern Abend: „My girlfriend will come to Germany at christmas.“ Volleyball, Fußball und Musik hören zählt er zu seinen großen leidenschaften.
Gestern Abend um 18.20 Uhr war es endlich soweit. Beate Hawryluk konnte den ersehnten Neuzugang des Volleyball-Bundesligisten Moerser SC für den Annahmebereich in Empfang nehmen. Die „Adler“ hatten schon einige Nackenschläge einstecken müssen. Song Hu, Chinese aus Peking, und Robert Tarr, US-Amerikaner aus Cape Canaveral, standen Monate lang auf der Wunschliste von MSC-Trainer Georg Grozer. Beide kamen aus unterschiedlichen Gründen nicht an den Niederrhein (die RP berichtete). Doch in einem Blitztransfer gelang es den Grafenstädtern nun doch noch, einen Hochkaräter zu verpflichten. Ivan Perez heißt der 23-jährige Außenangreifer, der sich nach mehrstündigem Flug aus der Karibik in der Landeshauptstadt von der MSC-Teambetreuerin herzlich begrüßen ließ.
Huttunen „zaubert“ Ivan hervor
Er ist ein richtiger Sunnyboy, dieser Puertoricaner. Mit seinen funkelnden Augen, dem sonnengebräunten Teint und seinem offenen Lächeln hat er das Zeug, die Moerser Fans schnell für sich zu gewinnen. Wenn dann auch noch die Leistung stimmen sollte, steht Perez und dem MSC eine schöne Zeit bevor. Der Verein startete mit einem Sieg gegen Wuppertal und einer Niederlage in Rottenburg arg dürftig in die Saison. Bekanntlich hatte MSC-Präsident Günter Krivec den ehemaligen Moerser Spieler Nisse Huttunen nach Puerto Rico geschickt, der sich dort ein weiteres Mal um eine Verpflichtung von Tarr bemühen sollte.
Stattdessen schickte der Finne die Botschaft über den Großen Teich, dass er mit Perez einen Mann an der Angel habe, der noch ein stärkeres Niveau auf der Außen- und Annahmeposition haben solle als Tarr. Krivec erklärte gestern Abend: „Ich vertraue auf die Fachkenntnis von Nisse Huttunen. Allerdings bin ich wirklich gespannt darauf, ob Ivan den Vorschusslorbeeren auch gerecht wird.“
Blickt man auf die statistischen Daten des Studenten, der sich an der Universität von Utah auf seine berufliche Zukunft vorbereitet, so darf man sich in der Grafenstadt auf ein echtes Ass freuen. In den vergangenen drei Jahren steigerte er seine Angriffsleistungen beachtlich bis hin zu einigen Rekordmarken in der puertoricanischen Elite-Division. Das brachte ihm auch die Nominierung für die Nationalauswahl seines Landes, die in der Weltrangliste immerhin auf Position neun geführt wird, ein. Zum Vergleich: Deutschland liegt auf Rang 14.
Heute wird sich Ivan Perez seinen neuen Teamkameraden vorstellen. Zum Europapokalspiel morgen Abend gegen Napredak Odzak kommt sein Einsatz noch nicht in Frage, möglicherweise aber am Sonntag gegen Olympia Berlin.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum