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Handball: Trotz Höhenangst auf Tarzans Spuren

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 25.07.2008

Normalerweise schwitzen die Spieler des Handball-Oberligisten TV Kapellen während der Vorbereitung auf die neue Saison in der Halle oder auf dem Sportplatz, doch jetzt stand ein Training der ganz anderen Art auf dem Programm – und zwar im Klettergarten in Süchteln.

„Das machst du nie“: Sascha Saalfeld (links) und Björn Baar.  bild: klaus dieker Foto: RPO
„Das machst du nie“: Sascha Saalfeld (links) und Björn Baar. bild: klaus dieker Foto: RPO

„Erst wollte ich gar nicht mit“, sagt TVK-Spielführer Sascha Saalfeld. „So ein Hochseilgarten ist überhaupt nichts für mich. Ich habe nämlich Höhenangst. Und als es am Morgen dann auch noch wie aus Eimern geschüttet hat, hatte ich erst recht keine Lust mehr. Dann habe ich mich aber zum Glück doch noch überwunden, und es hat sogar richtig Spaß gemacht, auch wenn ich am nächsten Morgen einen kräftigen Muskelkater hatte.“

Mut, Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer sind im Klettergarten in erster Linie gefragt; häufig hapert es nämlich daran, sich selbst überwinden zu können. „Zwischendurch waren Übungen dabei, bei denen ich mir dachte: Das machst du nie“, berichtete Björn Baar. „Doch dann überkommt dich einfach ein gewisser Ehrgeiz, und man versucht es doch. Da war schon ein bisschen Nervenkitzel dabei, sich in fünf Meter Höhe wie Tarzan von Ast zu Ast zu schwingen und sich dann einfach in ein Netz fallen zu lassen. Aber es war eine tolle Sache. Leider haben wir nicht alles, was da möglich ist, machen können. Deshalb wollen einige von uns demnächst noch mal dahin fahren.“

Das trifft sicherlich nicht auf den Kapellener Neuzugang Malte Jäger zu. Der Torhüter leidet unter extremer Höhenangst und hatte sich trotzdem von seinen Mannschaftskollegen überreden lassen, mit zu machen. Doch irgendwann verließ ihn während einer Übung der Mut. Jäger konnte und wollte sich keinen Zentimeter mehr bewegen und musste abgeseilt werden. Lacher blieben indes aus. Eher gab’s für ihn Bewunderung für den Mut, sich überhaupt überwunden zu haben.

Es fördert den Teamgeist

Auf den Spuren von Jonny Weissmüller, über wackelige Brücken und Balancierseile – für jeden Geschmack war etwas dabei. Zudem sind die Parcours noch in drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade unterteilt. „Es war ein rundum gelungener Tag“, freute sich auch TVK-Trainer Dirk Wolf. „Natürlich sollte der Spaß im Vordergrund stehen, aber – ganz wichtig – so etwas fördert auch den Teamgeist.“

Quelle: RP

 
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