Volleyball: Unterschätzen des West-Rivalen ist verboten
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 28.01.2012Volleyball (RP). Die ewige Frage nach den "Besten im Westen" stellt sich in dieser Saison kaum noch in der Volleyball-Bundesliga. Das Rennen ist bereits gelaufen: Der Moerser SC ist von evivo Düren und den RWE Volleys Bottrop fast nicht mehr einzuholen.
Samstag Abend um 19.30 Uhr treten die Adler in der Arena Kreis Düren zum Duell mit der Mannschaft von Söhnke Hinz an. Die Vorzeichen sind allerdings durchwachsen. Am Mittwoch schwächelten die Grafenstädter in Bühl (die RP berichtete), während sich Düren überraschend in Königs Wusterhausen mit 3:1 durchsetzte.
Tibor Filho ersetzt Stefan Hübner
Das endgültige Karriereende des früheren Moersers Stefan Hübner ist seit zwei Wochen besiegelt. Düren hat mit dem slowakischen Nationalspieler Tibor Filho schnell Ersatz gefunden. Trainer Hinz hat mit seiner Mannschaft nun doch noch einmal die Play-Offs als Zielsetzung ins Auge gefasst.
Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, ist ein Sieg gegen den Moerser SC fast schon Pflicht. Bei den Niederrheinern weiß man: Unterschätzen darf man den Nachbarn von der Rur ganz und gar nicht. Düren verfügt über hervorragende Einzelkönner wie den Ex-Adler Jaromir Zachrich, Hauptangreifer Matthias Böhme – im Hinspiel noch als "MVP" ausgezeichnet – Libero Fabian Kohl sowie Neuzugang Filho.
"In der Arena ist noch nichts gewonnen," sagt MSC-Trainer Chang Cheng Liu, der gleich nach der Niederlage in Bühl den Blick wieder nach vorne gerichtet hatte: "Wir wollen wegen der günstigen Ausgangslage für die Play-Offs in jedem Fall auf Platz vier ankommen. Einen weiteren Ausrutscher können wir uns jetzt nicht mehr leisten." Liu verweist auch auf Tabellenführer Generali Haching, der das Dürener Team unterschätzte und jüngst gleich mal den ersten Satz in der Arena abgeben musste.
Mit Sorge hatte sich Liu allerdings zuvor zu einigen bekannten Schwächen seines Teams geäußert. "Wir waren einmal mehr in der Annahme nicht präzise genug. Wenn Dirk-Jan van Gendt weite Wege gehen muss, wird unser Angriffsspiel durchsichtig, und dann wird es auch für unsere Angreifer sehr schwer."
Das Endkampfverhalten im Tiebreak ärgerte den Chinesen ebenfalls. Nach einer 12:11-Führung in Bühl hatte es einen zaghaften Angriff von Marvin Prolingheuer gegeben, danach folgten Fehler von Steve Keir und Renzo Verschuren. Allerdings: Sechs Fünf-Satz-Spiele absolvierten die Adler bislang in dieser Saison, vier davon entschieden sie für sich.
Liu: "Wir können es besser als in Bühl, aber das müssen wir in Düren auch zeigen. Die kämpferische Leistung wird wichtig sein. Wir müssen da nur auf uns schauen."
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