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Leichtathletik: Ute Hohmann auf Abwegen

VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 22.05.2008

Am ersten Juni-Wochenende wird die Handballerin des TuS Lintfort am Rhein-Ruhr-Marathon teilnehmen. Dabei veranstaltet sie einen eigenen kleinen Sponsorenlauf für Firmen und Privatpersonen, um die Mannschaftskasse der Handballerinnen aufzubessern.

Info

Nur kurz verschnaufen

Nach dem Rhein-Ruhr-Marathon gibt es für Ute Hohmann kaum Zeit, um sich sich zu erholen, denn bereits eine Woche später starten die Handballfrauen des TuS Lintfort mit der ersten Vorbereitungsphase für die neue Saison. „Das ist aber nicht weiter Schlimm“, betont sie. „Ich freue mich darauf, wenn es wieder los geht.“ Wer sich übrigens noch als Sponsor beteiligen möchte, kann den Betrag an UlrichKlein14@t-online.de mailen und wer ein bestimmtes Logo auf dem Trikot haben möchte, fügt noch eine entsprechende Datei hinzu. Unter allen Beteiligten wird dann ein Trikot der kommenden Saison mit allen Unterschriften der Spielerinnen verlost und es gibt zudem zwei Teilnehmerplätze für das Abenteuerevent zu gewinnen.

Nach der harten Saison, die mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, waren die Handballfrauen des TuS Lintfort froh, in die verdiente Pause gehen zu können. Anders Ute Hohmann, die sich auf sportlichen Abwegen befindet und am ersten JuniWochenende am Rhein-Ruhr-Marathon teilnehmen wird. Und einen Marathon, zumal wenn es der erste überhaupt ist, läuft man nicht eben mal so – dazu gehört schon eine sehr intensive Vorbereitung.

Außergewöhnlich dabei ist, dass Ute Hohmann ihr Trikot „verkauft“ und gewissermaßen einen Sponsorenlauf veranstaltet. Auf der Vorderseite können sich Sponsoren für einen Betrag ab einem Euro – nach oben sind keine Grenzen gesetzt – pro gelaufenem Kilometer einen Platz fürs Firmenlogo sichern. Die Rückseite ist reserviert für Privatpersonen, die ab 50 Cent pro Kilometer ihren Namen auf dem Trikot verewigen können. „Das Geld werde ich unserer Mannschaftskasse spenden“, betont die Physiotherapeutin. „Damit können wir in der Vorbereitung dann vielleicht ein Abenteuerevent in einem Hochseilgarten finanzieren.

Letztes Jahr haben wir das auch in der Vorbereitung gemacht und es hat nicht nur sehr viel Spaß bereitet, sondern hat die Mannschaft auch zusammen geschweißt. Ein Sponsor hat mir bereits 50 Euro insgesamt zugesagt und von einem weiteren bekomme ich fünf Euro pro Kilometer. Ich hoffe, dass noch Einige hinzu kommen werden.“

Der Vater fragte noch mal nach

Die Vorbereitung läuft recht gut, auch wenn viele der 31-Jährigen nicht zutrauen, vier Wochen nach dem Saisonende einen Marathon zu laufen. „Ich habe meinen Vater gebeten, mich für den Lauf anzumelden“, so Ute Hohmann. „Der musste allerdings noch einmal nachfragen, ob ich es ernst meinen würde, oder ob ein Halbmarathon nicht besser wäre.“ Am Pfingstmontag lief bei der Handballerin dann der Schweiß in Strömen, als sie bei sommerlichen Temperaturen 30 Kilometer absolvierte. „Da habe ich dehydriert“, gesteht die sympathische Sportlerin. „Wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich natürlich nicht so viel Flüssigkeit mitnehmen, wie ich benötige.“ Das Problem wird sie Anfang Juni nicht haben, denn für die Versorgung der Sportler wird bestens gesorgt sein. Allerdings hat Ute Hohmann noch ein weiteres „Problemchen“, denn beim Laufen wird ihr schnell langweilig und deshalb hat sie meistens einen MP3-Player dabei, den sie unter Umständen auch beim Rhein-Ruhr-Marathon benutzen wird. „Mit Musik geht’s eben einfach besser“, glaubt der Marathon-Neuling. „Dann werde ich es auch hoffentlich schaffen, unter vier Stunden zu bleiben. Denn das ist mein Ziel. Für die 30 Kilometer brauchte ich zuletzt 2 1/2 Stunden.“

Quelle: RP

 
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