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Fußball: Vaneks Devise: geradeaus!

VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 30.07.2010

Der neue Trainer des Fußball-Bezirksliga-Absteigers VfL Repelen hat nur vier Spieler aus der vergangenen Saison in seinem Kader, aber 15 Neuzugänge – eine Folge der kläglich gescheiterten Vereinspolitik.

In der kommenden Saison wird der einstige Zweitligist aus Ahlen wohl in der Viertklassigkeit spielen. Foto: AFP, AFP

Jürgen Vanek geht den geraden Weg. "Für mich gibt's eben kein rechts oder links", behauptet der neue Trainer des Fußball-A-Ligisten VfL Repelen. Derlei konsequentes Streben drückt sich folglich auch in den Zielen aus, die der 52-Jährige mit seinem neuen Team in Angriff nimmt. "Rückkehr in die Bezirksliga" steht da natürlich, wenn dieser auch nicht unbedingt in dieser Saison schon gelingen muss.

Und: Die Zukunft in Repelen geht einher mit Spielern, die aus den eigenen Reihen des Clubs von der Stormstraße stammen. "Wir haben genügend Potenzial im Verein", sagt Vanek mit Blick auf drei Junioren-Mannschaften, mit denen der VfL in der Niederrheinliga vertreten ist. Ein wunderbarer Grundstock für jeden Trainer! "Diese Spieler müssen ihre Chancen in Repelen sehen und beim VfL bleiben", fordert Vanek.

Info

Zwangspause

Pech für Deniz Karatas: Der ehemalige Spieler von Fichte Lintfort, einer der vier in Repelen verbliebenen Akteure, hat im ersten Gruppenspiel des VfL beim Lintforter Hoever-Gedächtnisturnier dieRote Karte gesehen und wurde daraufhin für 14 Tage gesperrt. Er wird somit nicht nur morgen beim (möglichen) Endspiel am Südtor fehlen, sondern auch das Testspiel am Sonntag gegen seinen ehemaligen Club verpassen.

Viel Porzellan zerbrochen

Bis dahin allerdings muss der Coach aber erst mal für Stabilität in Reihen der ersten Mannschaft sorgen. Nach der turbulenten und missratenen vergangenen Spielzeit, die mit dem auch von Vanek als unnötig bezeichneten Abstieg aus der Bezirksliga endete, präsentiert der Club einmal mehr eine rundum veränderte Mannschaft.

Nur vier Akteure haben dem VfL die Treue gehalten. 15 neue Spieler zeigen, dass der VfL mit seinem im Winter eingeschlagenen Weg, sich finanziell und sportlich in die Hände des damals mit viel Getöse und noch mehr zerbrochenem Porzellan empfangenen Sponsors Muhamed Memeti zu begeben, kläglich gescheitert ist.

"Hätte er noch das Sagen in Repelen, dann hätte ich nicht als Trainer der ersten Mannschaft zugesagt", verdeutlicht Vanek seine alleinige Verantwortung für die sportliche Belange des Teams. Und stellt klar: "Noch einmal 15 Neuzugänge wird es mit mir garantiert nicht geben!"

Die erste Übung für den Coach besteht derzeit darin, aus der neuen Truppe eine stabile Einheit zu formen. "Die Mannschaft muss sich noch einspielen", fordert Vanek Zeit und Geduld ein. Aber er sieht seine Auswahl bereits auf einem guten Weg. "Die meisten von ihnen haben höherklassig gespielt; sie wissen um den Anspruch, schnell zusammen zu finden."

Kommt Quizou oder nicht?

Auf ein weiteres Puzzleteil in seinem Kader wartet der Trainer, der den VfL vor drei Jahren schon einmal betreute und damals vor dem Abstieg in die B-Liga bewahrte, immer noch. Daoud Quizou, früher Top-Torjäger der DJK Lintfort und zuletzt in Reihen des TuS Borth, war von TuRa 88 Duisburg bereits als Neuzugang gemeldet worden, entschied sich dann aber gegen den Landesligisten und gab stattdessen in Repelen seine Zusage.

Was aber noch fehlt, ist die Unterschrift unter der Anmeldung. Darauf drängt Vanek, seiner Linie treu bleibend: "Quizou muss jetzt in die Pötte kommen, sonst kann er sich nach einem anderen Verein umsehen!"

Quelle: RP

 
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