Volleyball: Vergebliches Warten auf Odzak
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 11.10.2008Das für heute Abend angesetzte Spiel der ersten Runde um den europäischen Challenge-Cup zwischen dem Moerser SC und Napredak Odzak fällt aus. Die Bosnier haben ein Problem mit der Einreise nach Deutschland.
Die Meldung kam erst gestern Mittag in der Grafenstadt an: Dem Europapokal-Erstrundengegner des Moerser SC, OK Napredak Odzak, sei die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Damit fällt das mit Spannung erwartete Comeback der „Adler“ auf die europäische Volleyball-Bühne ins Wasser. „Es tut mir leid für die Fans. Hoffentlich bekommt es noch Jeder rechtzeitig mit, dass die Partie ausfällt“, sagte MSC-Präsident Günter Krivec gestern.
Die sportlichen Auswirkungen für Moers und das bosnische Team sind noch nicht klar. Dennoch geht Krivec davon aus, dass die Mannschaft von Trainer Georg Grozer nun in der zweiten Runde des Wettbewerbs um den Challenge Cup steht. „Nach meiner Information lagen in Odzak nur für fünf Spieler gültige Einreise-Visa vor. Das Verschulden dafür läge dann eindeutig bei unserem Gegner“, erklärte Krivec.
Broshog einst beim VCO
Tim Broshog hat den Sprung in die Volleyball-Bundesliga geschafft. Auch der Mittelblocker des Moerser SC machte noch vor zwei Jahren das Erstliga-Projekt des VC Olympia Berlin mit. Nach zwei 0:3-Schlappen gegen Friedrichshafen und den SCC Berlin will das Team von Trainer Sönke Hinz morgen einen Satzgewinn holen.
In der zweiten Runde wartet Halen
Behält der Vereinspräsident Recht, dann heißt der nächste MSC-Gegner Anfang November Aquacare Halen (Belgien). Fast ein Nachbarschaftsduell, denn der Club aus Flandern liegt nur eine gute Autostunde von der Grafenstadt entfernt. Das wäre für die MSC-Fans auch eine interessante Fahrt wert, doch müssen die Moerser zunächst abwarten, wie sich der europäische Verband zu der ungewöhnlichen Situation stellt.
Nicht unerhebliche Kosten sind bereits entstanden, denn das Schiedsrichtergespann aus Frankreich und Holland ist schon angereist. Vincent Debarre aus dem südwestfranzösischen Poitiers hat erst einen Rückflug für Sonntag, während Jurianus de Wit nach Leeuwarden mit dem Auto „nur“ rund zweieinhalb Stunden fahren muss. Hotelkosten, Stornogebühren für den Flug der „Adler“ nach Bosnien und andere Aufwendungen fallen an, die Krivec mit etwa 4000 Euro beziffert. Die Frage steht also im Raum, wer das alles bezahlt . . .
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