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Tennis: Vom Titel spricht nur die Moerser Konkurrenz

zuletzt aktualisiert: 22.01.2009

In vier Monaten startet die Tennis-Bundesliga der Damen in die neue Saison. Da lohnt sich allemal ein Blick auf die Veränderungen in den sieben beteiligten Mannschaften.

Während der TC ZWS Moers 08 betont, dass er mit seinen Neuzugängen Jelena Kostanic, Patricia Mayr, Sabine Klaschka, Julia Babilon und Marcella Koek durchaus ein Wörtchen mitreden könne und zumindest den im Vorjahr erspielten dritten Tabellenrang verteidigen will, wird andernorts durchaus das Wort "Meistertitel" in den Mund genommen.

Zum Beispiel in Bocholt. "Wir wollen Erster werden", ist aus dem Lager des dortigen TC WattExtra zu hören. Mit Lucie Safarova und Vives Llagostera sind zwei starke Spielerinnen hinzu gekommen. Das liest sich gut, doch um den Titel zu holen, muss Bocholt an allen Spieltagen Top-Spielerinnen aufbieten – was angesichts der Turniere in Paris und Wimbledon fraglich sein dürfte. Das gleiche gilt für den munteren Aufsteiger Vacono TC Radolfzell, der mit dem höchsten Etat in der Liga auf Einkaufstour ging und gleich acht neue Spielerinnen hinter seiner Nummer eins, der Russin Alisa Kleybanova, verpflichtet hat. Darunter sind mit Karin Knapp, Angelique Kerber und Sesil Karatantcheva auch drei ehemalige Moerser Spielerinnen. Freilich: Gute Namen sind kein Garant für den Titel, wenn sie statt in der Liga bei den Grand-Slam-Turnieren spielen.

Da dürften sich eher die Teams des TC Rüppurr Karlsruhe, TEC Waldau und des Meisters TC Zamek Benrath Erfolg ausrechnen. Das Trio hat dezent eingekauft, sich dabei vor allem der Breite der jeweiligen Mannschaft gewidmet und Spielerinnen geholt, die Konstanz während der Saison versprechen, weil sie stets zur Stelle sind. Die Schwedin Sofia Arvidsson ging nach Karlsruhe, Benrath holte sich die Französin Stephanie Foretz zurück. Carmen Klaschka spielt neu für den TEC und verstärkt somit den "deutschen Block" der Stuttgarterinnen.

Bleibt noch der TC 1899 Blau-Weiß Berlin, der als Pendler zwischen den Bundesligen als erster Abstiegskandidat gilt. Aber Vorsicht ist geboten, denn die Hauptstädterinnen haben für ihre Verhältnisse viel Geld investiert und mit Alberta Brianti ebenfalls eine frühere 08-Spielerin. Damit können sie an einem guten Tag zum Stolperstein werden.

Quelle: RP

 
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