Volleyball: Vorfreude auf die zweite Revanche
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 17.01.2009Morgen Nachmittag empfängt der Volleyball-Bundesligist Moerser SC das Team des TV Rottenburg, der im Hinspiel überraschend mit 3:1 gegen das Grozer-Team gewann. Nach dem klaren 3:0-Erfolg im Pokalwettbewerb wollen die Grafenstädter auch im Rückspiel die Verhältnisse zurecht rücken.
Die "Wundertüte der Bundesliga" kommt. Am Sonntag um 15.30 Uhr stellt sich der TV Rottenburg bei den Volleyball-Assen des Moerser SC zum Meisterschaftsrückspiel im Adolfinum vor. Zur Erinnerung: Eine von nur zwei Niederlagen im bisherigen Saisonverlauf mussten die "Adler" im Hinspiel beim TVR einstecken. Eine erste Revanche glückte dem Team von Trainer Georg Grozer zwar schon im Viertelfinale des DVV-Pokalwettbewerbs, aber das 1:3 am zweiten Spieltag wurmt die Grafenstädter noch immer.
Keine "Eintagsfliege"
Und daher freuen sie sich auch auf die zweite Revanche-Gelegenheit. Für die Mannschaft von TVR-Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger – er allein ist mit seinen Mätzchen am Spielfeldrand schon eine ungewöhnliche Erscheinung – war der damalige Erfolg über den MSC keine "Eintagsfliege". Mit 12:14 Punkten befinden sich die Württemberger auf Rang sieben der Tabelle. Neben den Moersern mussten auch die Teams aus Düren, Eltmann und vom VC Olympia Berlin in der Paul-Horn-Arena im benachbarten Tübingen als Verlierer vom Parkett schleichen.
Niedrige Hallendecke
Der TV Rottenburg versuchte in den letzten Tagen, sich auf die niedrige Hallendecke im Adolfinum vorzubereiten. Mehrere Trainingseinheiten absolvierten die Süddeutschen daher in ähnlichen Sporthallen. "Man muss sein Spiel schon gehörig umstellen", erklärte TVR-Kapitän Thomas Welz vor einigen Tagen.
Müller-Angstenberger, der zuletzt den Trainer-Kollegen Stelian Moculescu (Friedrichshafen) und Michael Warm (SCC Berlin) den Handschlag nach den Begegnungen verweigert haben soll, sagt vor dem Spiel in Moers: "Wir müssen uns auf die wirklich wichtigen Spiele konzentrieren. Gegen den MSC sind wir der klare Außenseiter." Ein Ziel hat er aber doch im Auge: "Zumindest länger spielen als im Pokal. Für die 75 Minuten damals lohnte sich ja kaum die Anfahrt. Wir werden uns nach Kräften wehren.
Den Hinspielsieg gegen das Grozer-Team beurteilt Müller-Angstenberger heute so: "Da waren sie noch nicht eingespielt und wir haben sie quasi kalt erwischt." Außerdem war damals Ivan Perez noch nicht zu den "Adlern" gestoßen. Ob Grozer seine Startsechs gegenüber dem mühsamen 3:2 in Wuppertal ändern wird, ließ er gestern wie immer offen.
Da sich Kapitän Roland Rademaker beim Training aber leicht am Fuß verletzte, könnte die Stunde für Tobias Neumann schlagen, der auch schon beim 3:1 am Donnerstag Abend gegen die Polizei-Nationalmannschaft durchspielte (die RP berichtete). "Ich schließe nicht aus, dass Tobias auch einmal in einem Punktspiel eine Chance von Beginn an erhalten wird. Wichtig ist dafür aber, dass seine Einstellung stimmt. Und das sehe ich immer ein paar Minuten vor einem Spiel."
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