Tennis: Was wäre nur gewesen, wenn . . .?
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 07.07.2008Sollten die Herren 30 des TV Schwafheim am kommenden Samstag den Aufstieg in die erste Tennis-Bundesliga feiern dürfen, dann hätten sie sich den Erfolg auch redlich verdient.
Allerdings sollte mit Blick auf den Spielplan auch nicht vergessen werden, wie kurios die Saison verlaufen ist und wie sehr die Mannschaft des TVS dabei vom Glück verwöhnt wurde. Beispiel Westfalia Dortmund: Der Tabellenzweite muss seit seinem Aufstieg in die zweite Liga die Saisoneröffnung ohne seine italienischen Akteure feiern, deren Einsätze in der Heimat vorgehen.
Ohne das Trio nutzten die Schwafheimer ihre Chance und siegten 9:0 in Dortmund. Seitdem rollt die Westfalia (mit ihren italienischen Importen) das Feld von hinten auf und legt einen Sieg nach dem anderen hin. Das genaue Gegenteil praktiziert der TC Raadt. Mit stärkstem Team sicherte sich der Aufsteiger den Klassenerhalt und trat anschließend mit einer B-Auswahl an, gegen die sich auch der TVS mit 7:2 durchsetzte.
Nur, was wäre gewesen, wenn es anfangs gegen die starken Raadter und in der Mitte der Saison gegen die Dortmunder gegangen wäre? Die Freude über den möglichen Aufstieg der Schwafheimer Herren 30 soll nicht getrübt werden, nur die Verantwortlichen der Bundesliga sollten sich über diese den Wettbewerb gehörig verzerrenden Praktiken Gedanken machen. In den beiden vergangenen Spielzeiten übrigens erwischte der TVS keinen derart günstigen Spielplan und musste prompt zwei Mal bis zum letzten Moment um den Klassenerhalt zittern.
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