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Tennis: Werbeprämie für Hana

VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 12.12.2007

Kader für die neue Spielzeit beim Tennis-Bundesligisten TC Moers 08 ist komplett. Die Slowakin Stanislava Hrozenska und die Tschechin Petra Cetkovska kommen neben der Schwedin Hanna Nooni und der Belgierin TamarynHendler.

Agnes Szavay wird in der kommenden Bundesliga-Saison nicht mehr für den TC Moers 08 spielen. Die Ungarin, mittlerweile in der Weltrangliste auf dem 19. Platz, wird für keinen deutschen Club mehr an das Netz treten. Bild: kdai Foto: RPO
Agnes Szavay wird in der kommenden Bundesliga-Saison nicht mehr für den TC Moers 08 spielen. Die Ungarin, mittlerweile in der Weltrangliste auf dem 19. Platz, wird für keinen deutschen Club mehr an das Netz treten. Bild: kdai Foto: RPO

Eigentlich müssten sich Michael Faber, Sportwart des Damen-Tennisbundesligisten TC Moers 08 und der Manager des Clubs, Stefan Hofmann, Gedanken über eine Werbeprämie machen. Die hätte sich Hana Sromova sicherlich verdient, immerhin gibt‘s in der freien Wirtschaft ja auch das eine oder andere kleine Geschenk, wenn neue Mitglieder geworben werden.

Zuletzt beim VfL Bochum

Und da war die Tschechin, seit dem vergangenen Sommer im Kader von 08, schließlich äußerst umtriebig gewesen in den vergangenen Wochen und Monaten. Hier mal eine befreundete Spielerin, da mal eine Kollegin angesprochen, und schon darf der Club von der Filder Straße sich über zwei neue Akteurinnen für die am 9. Mai beginnende neue Saison in der Bundesliga freuen. Die Slowakin Stanislava Hrozenska, derzeit auf Rang 245 der Weltrangliste platziert und nach Stationen in Großhessenlohe und bei Iphitos Müchen zuletzt beim Ligakonkurrenten VfL Bochum, wird dann dabei sein. Das hatte Hana Sromova schon kurz nach der vergangenen Spielzeit fein eingefädelt. Etwas länger hat es bei Petra Cetkovska gedauert. Da war noch ein anderer Verein im Gespräch, doch die Tschechin entschied sich quasi in letzter Minute für 08. Derzeit international auf Position 105 geführt, dürfen sich die Moerser Zuschauer auf einen gleichermaßen interessanten wie spielstarken Neuzugang freuen.

Info

Drei Heimspiele

Drei Heimspiele stehen für den Damen-Bundesligisten TC Moers 08 auf dem Terminplan, der offiziell erst in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. An der Filder Straße treten dann der Meister aus Karlsruhe sowie das Team aus Bochum an. Zudem wird ein Aufsteiger seine Visitenkarte abgeben. Die Blau-Weißen aus Bocholt brächten sicherlich zahlreiche Zuschauer mit, während 08 bei einem Gastspiel des TC Siebentisch Augsburg die Anreise in den Süden erspart bliebe.

Manchmal freilich klingeln Spielerinnen auch ohne Werbetouren ihrer Kolleginnen in Moers an. Bei Hanna Nooni war es so: Die in den vergangenen drei Jahren für den TC Rüppurr Karlsruhe spielende Schwedin suchte, weil sich im Lager des Meisters einige Veränderungen ankündigen, eine neue Aufgabe.

„Hanna hat bei uns einen offenen Vertrag erhalten“, erklärt Faber. Soll heißen: Der Verein wird von Spieltag zu Spieltag entscheiden, ob die Schwedin, die nach längerer Verletzungspause wieder in Schwung kommt, eingesetzt wird. Die beste Bewerbung freilich gab es im vergangenen Sommer: Da bezwang die Schwedin 08-Spielerin Laura Pous Tio glatt in zwei Sätzen. Die vierte neue Spielerin gilt als ein ganz großes Talent. Tamaryn Hendler ist gerade einmal 15 Jahre jung, stammt aus Belgien und passt prima in das auch auf die kommenden Jahre ausgerichtete Bundesliga-Profil des Moerser Clubs.

„Wir haben uns in der Breite verstärkt und müssen uns mit dieser Aufstellung nicht verstecken“, hofft Faber auf einen guten Saisonausgang im Jubiläumsjahr des Vereins. Zwei prominente Namen werden nicht mehr im 08-Aufgebot auftauchen. Michaella Krajicek hat den Verlockungen aus Bocholt nicht widerstehen können und wechselt zum Liga-Aufsteiger. Schmerzlicher dürfte da aber schon der Verlust von Agnes Szavay sein. Die junge Ungarin, die sich mit glänzenden Auftritten bis auf Rang 19 der Weltrangliste vorgespielt hat, wird allerdings für keinen anderen deutschen Club ans Netz gehen. Dorota Hibenthal, für die die Liga einige Nummern zu groß war, und Karina Karner, die sich beruflich nach Österreich verändert hat, werden nicht mehr im Kader stehen.

Quelle: RP

 
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