Squash: Wette verloren, Fans gewonnen
VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008Wo sonst die Moerser Bundesliga-Squasher(innen) spielen, in der „Turnhalle“ in Krefeld-Linn, ging eine spektakuläre Außenwette der TV-Sendung Wetten,dass . . .? über die Bühne. Marc Vocetti begeisterte alle.
„Vize-Wettkönig“
Nicht wenige Zuschauer vermuteten, dass Marc Vocetti trotz verlorener Wette zum „Wettkönig“ gewählt würde. Es reichte aber „nur“ zum Vize-Titel. Der Australier hatte versucht, den Squashball mit einem Schlag über alle vier Wände des Courts in die Verpackung zu befördern. Das gelang ihm bei 15 Versuchen nur einmal statt der geforderten drei Mal.
Michael Mühlbacher hatte es zuvor intensiv gehofft. Und sein Wunsch ging am Samstag Abend prompt in Erfüllung: Paris Hilton war die Wettpatin der Außenwette in der „Wetten, dass...?“-Sendung im ZDF. Und dieses Spektakel fand in Mühlbachers „Turnhalle“ in Krefeld, der Heimstätte des 1. Squash-Clubs Moers, statt (die RP berichtete). Geschätzte 13 Millionen Zuschauer an den Bildschirmen und einige hundert Gäste vor Ort – das angekündigte „public viewing“ fiel mangels Sponsoren-Engagements kurzfristig ins Wasser – fieberten mit dem Australo-Bayern Marc Vocetti, der bei seinem Auftritt zwar knapp scheiterte, die Sympathien aber auf seiner Seite wusste.
Mühlbacher strahlte nur noch
Die Hotelerbin löste anschließend in der Erfurter Messehalle die verlorene Wette ein, von wo die TV-Live-Übertragung in die Wohnzimmer gesendet wurde. Sie ließ sich gemeinsam mit einer Zuschauerin auf vier Passfotos ablichten. Das war „Mücke“ Mühlbacher unterdessen reichlich einerlei, denn er strahlte angesichts der gelungenen Veranstaltung in seiner „Turnhalle“, die im öffentlichen Bereich eher einer Party-Zone als einer Squash-Sporthalle glich. Er und seine Mitstreiter hatten im Vorfeld alles unternommen, um dem ZDF, den Fernsehzuschauern und den Gästen ein erstklassiger Gastgeber zu sein. Der Lohn: Auf den Bilschirmen war immer wieder der Schriftzug „Turnhalle Krefeld-Linn“ zu lesen. Mühlbacher: „Eine großartige Werbung für uns und unseren Sport. Die Spitze des deutschen Squash-Verbands war hier, dazu viele Spieler, Amateure und Profis.“
Und Vocetti, der im niederbayerischen Osterhofen einen Irish Pub betreibt, früher aber ein Weltklasse-Squashspieler war, erklärte: „Hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal. Eine wirklich tolle Halle habt ihr da gebaut.“ Wolfgang Hienert, 1. Vorsitzender des SCM, freute sich über das Lob aus dem Munde des „Aussies“ und meinte: „Mücke hat es verdient, dass seine tolle Arbeit so öffentlichkeitswirksam gewürdigt wird. Vielleicht verleiht die ganze Geschichte unserem Sport ja auch einen Schub.“ Wer in der „Turnhalle“ live dabei war, schnupperte die TV-Atmosphäre, die allein von rund 30 ZDF-Mitarbeitern verbreitet wurde, und erlebte anschließend auch noch eine tolle „After-Show-Party“ von „Mückes“ Team.
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