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Volleyball: Wir sind echte Freunde geworden

zuletzt aktualisiert: 27.05.2008

Ralph Bergmann vom Moerser SC hat mit dem Nationalteam Historisches geleistet

MSC-Ass Ralph Bergmann mit der deutschen Flagge. Bild: Privat  Foto: RPO
MSC-Ass Ralph Bergmann mit der deutschen Flagge. Bild: Privat Foto: RPO

Der für den Volleyball-Bundesligisten Moerser SC spielende Ralph Bergmann hat sich mit der deutschen Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert (die RP berichtete). Der Sieg beim Qualifikationsturnier in Düsseldorf ist ein historischer Erfolg für den Hallenvolleyball-Sport in Deutschland, denn letztmalig schaffte 1972 eine Männermannschaft dieses Kunststück. Mit dem MSC-Ass sprach Nils Jansen.

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum großartigen sportlichen Erfolg sowie zu Ihrem heutigen Geburtstag. Sie fahren also als 38-jähriger Athlet noch einmal zu Olympischen Spielen?

Bergmann Dankeschön. Ja, wenn nichts mehr dazwischen kommt – und das ist im Sport eben immer möglich – dann werde ich wohl dabei sein.

Sie sind seit 16 Jahren Profi. Wo etwa ordnen Sie die Qualifikation für Peking ein?

Bergmann Emotional ist dieses Ereignis ganz weit vorn anzusiedeln. Es war meine einzige und letzte Chance, so etwas mit dem Team zu schaffen. In vier Jahren werde ich wohl zu alt dafür sein. Der Kern der Nationalmannschaft hat acht Jahre lang sehr hart auf dieses Ereignis hingearbeitet. Das schweißt enorm zusammen. Wir sind in dieser Zeit echte Freunde geworden.

Man könnte vermuten, dass Sie mit den Spielen in Peking einen Schlussstrich unter Ihre bemerkenswerte Karriere ziehen. Ist das so?

Bergmann Ich verdiene meine Geld mit diesem Sport, und ich bin fit. Warum sollte ich jetzt aufhören? Nein, ich möchte weiter machen. Sehr gern auch beim Moerser SC, wo wir in der vergangenen Saison gut gearbeitet haben, auch wenn das Ergebnis nicht so ausgefallen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das ist noch offen.

Wieso gab es denn noch keine Einigung zwischen Ihnen und dem Verein?

Bergmann Ich denke, dass wir in den nächsten Tagen miteinander sprechen werden. Herrn Krivec habe ich in den letzten zwei Wochen nicht erreichen können, aber jetzt kehrt ja auch etwas Ruhe ein, ehe es für mich erst in drei Wochen wieder mit einem Nationalmannschafts-Lehrgang in Heidelberg weiter geht.

Und wie verbringen Sie diese drei Wochen?

Bergmann Zwei Wochen werde ich einfach nur mit der Familie entspannen, den Körper ausruhen lassen. Dann geht’s mit erstem Krafttraining auch schon wieder los.

Quelle: RP

 
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