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Volleyball: Zehn gegen Sieben bis Acht

VON NILS JANSEN - zuletzt aktualisiert: 02.10.2008

In Zeiten des knappen Geldes muss es wohl zwangsläufig zu ausgedünnten Spielerkadern kommen. Das ist der besondere „Reiz“ des Volleyball-Bundesliga-Auftakts in Moers. Der MSC handelt riskant, Wuppertal gar fahrlässig.

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Titans' Personalien

Bei den Wuppertal Titans hat der ehemalige „Adler“ Oliver Gies angeheuert, der zuletzt bei der SG Eltmann spielte. Der langjährige Diagonalangreifer Lars Dinglinger ist zum Mittelblocker „umgeschult“ worden. Für ihn spielt nun Peter Lyck auf der Position des Hauptangreifers.

Zehn gegen Acht – oder der Moerser SC gegen die Wuppertal Titans. In der Volleyball-Bundesliga gibt es eben immer wieder Neues aus dem Kuriositäten-Kabinett. Zur heute Abend für die „Adler“ beginnenden Saison 2008/09 treten zwei Mini-Kader aus dem Westen im Derby gegeneinander an (19.30 Uhr im Adolfinum).

Die Gastgeber dürften noch die leicht besseren Karten haben, denn der langjährige Rivale aus dem Bergischen Land kommt mit einer arg dünnen Personaldecke an den Niederrhein. Sieben Akteure plus Spielertrainer Jens Larsen werden auf dem Spielberichtsbogen auftauchen.

Über den geplatzten Transfer von Robert Tarr äußert sich MSC-Trainer Georg Grozer vor der Saisonpremiere so: „Die Lage ist wie sie ist – wir müssen das natürlich erst mal wegstecken. Jammern hilft uns aber nicht weiter. Eigentlich müssen wir noch einen adäquaten Ersatz für Tarr bekommen.

Meine Jungs haben gut trainiert, wir haben Fortschritte gemacht, und die derzeitige Startsechs ist okay. Aber es fehlen die Optionen bei Krankheit oder Verletzung. Das kann fatale Folgen haben und die über Monate geleistete Arbeit abwerten.“

Vor diesem Hintergrund erscheint es äußerst fraglich, ob die Grafenstädter am Ende der Saison im Spitzenquartett der Liga zu finden sein werden. Inzwischen kann man sogar davon ausgehen, dass der Rivale evivo Düren das stärkere Team an den Start bringen kann. Dort landete bekanntlich auch Annahme-Spezialist Niklas Rademacher, um den sich der MSC noch vor Wochen bemüht hatte.

Eine Achillesferse der „Adler“ dürfte die Annahme mit nur zwei gestandenen Spielern – Joram Maan und Szabolcs Szalai – sein. Der erst 17-jährige Dominik Sikorski, pikanterweise ein Youngster mit Doppelspielrecht für die Junioren aus Wuppertal, ergänzt den Riegel. Einzig Mittelblock und Zuspielposition sind quantitativ und qualitativ konkurrenzfähig besetzt. Aber wehe, es verletzt sich einer der Moerser Akteure. Dann wird sich Trainer Grozer wohl doch noch mal selbst aufstellen müssen.

"Dann muss ich leider mitspielen"

Dass der Trainer mitspielt – das dürfte den Wuppertalern vermutlich häufiger passieren, denn mit einem Siebener-Kader in die Saison zu starten, ist fast schon fahrlässig. Der Bayer-Konzern als größter Geldgeber hat sich zurück gezogen; nun müssen die Bergischen eben sparen. Larsen dazu: „Unsere Situation verlangt es einfach. Wenn sich zwei Spieler verletzen, muss ich leider – ich sage ausdrücklich leider – in der Bundesliga mitspielen.“

Quelle: RP

 
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