Tennis: Zwischen den (Tennis)-Welten
VON DETLEF KANTHAK - zuletzt aktualisiert: 02.06.2007Die French Open in Paris bestimmen auch die morgige Begegnung der Tennis-Bundesliga zwischen dem TC Moers 08 und ihren abstiegsbedrohten Gastgeberinnen des THC im VfL Bochum.
Interessante Gespräche
Stefan Hofmann ist seit Jahren schon Stammgast bei den French Open. Wie immer, so nützte der Manager des Damen-Bundesligisten TC ZWS Moers 08 auch diesmal die Möglichkeit, sich bereits jetzt schon nach möglichen neuen Spielerinnen für das Team des nächsten Sommers umzuschauen und erste Kontakte zu den Aktiven und ihren Trainern zu knüpfen. Damit kann man ja schließlich nicht früh genug beginnen. „Es hat wieder einige interessante Gespräche am Rande von Roland Garros gegeben“, berichtet Hofmann von seiner „Dienstreise“.
Zwischen Paris und Bochum liegen schon einige Welten, auch wenn beide Städte ihre Fürsprecher haben. Die Seine, der Louvre, und natürlich Roland Garros, das Tennis-Mekka der Franzosen - davon schwärmt Stefan Hofmann. Die „Blume im Revier“, so sah Herbert Grönemeyer in den 80-er Jahren sein Bochum und startete damit seine Karriere, die ihn im vergangenen Jahr während der Fußball-Weltmeisterschaft sogar zu einem Auftritt vor einem Millionen-Publikum verhalf. Von Tennis sang Gröni allerdings nichts.
Dem VfL droht der Abstieg
Der kennt wahrscheinlich nur die Kicker des VfL, und hat vielleicht nur am Rande gehört, dass die Tennisspielerinnen des THC in eben jenem VfL Bochum derzeit mal wieder ihr Glück in der Bundesliga versuchen. Das könnte bald wieder beendet sein, denn den Bochumerinnen droht nach dem Aufstieg erneut der sofortige Abstieg. Und da kommt nun plötzlich wieder Paris ins Spiel, denn just in der französischen Hauptstadt hat Stefan Hofmann, Manager des Damen-Bundesligisten TC ZWS Moers 08, das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden.
Während bei den French Open nach einem Regentag am Montag zumindest am Dienstag und Mittwoch kräftig gespielt wurde, gab’s an allen Tagen die Möglichkeit, mit den Spielerinnen des Moerser Bundesliga-Teams zu sprechen. Da waren zufriedene Gesichter dabei, Agnes Szavay etwa, die sich durch die Qualifikation spielte und auch die erste Runde überstand. Da war aber auch etwas Trost nötig. Bei Angelika Bachmann, die das Hauptfeld nur knapp verpasste. Oder bei Angelique Kerber, die nicht nur ihr Erstrunden-Match gegen Elena Dementiewa verlor, sondern sich dabei auch noch leicht das Knie verdrehte.
Das war beides nicht schön, doch der Manager war ja in der Nähe. „Angelique wird noch genügend Zeit für große Spiele haben“, gab Hofmann Trost und Zuversicht, dass die Kielerin in Moerser Diensten vor einer großen Zukunft steht. Und die Geschichte mit dem Knie soll letztlich so beeindruckend auch nicht gewesen sein. Mit Angelique Kerber also und Angelika Bachmann wird der TC 08 am Sonntag in seinem vorletzten Saisonspiel in Bochum antreten. Auch Agnes Szavay wird dabei sein und dann noch einmal mit Laura Pius Tio besprechen können, warum die Ungarin die Spanierin in der Qualifikation rausgeworfen hat.
Da weht dann zumindest noch etwas Pariser Luft in der Westfalen-Metropole. Hana Sromova und Michelle Gerards besetzen die weiteren Plätze im Moerser Team, das immer noch an seine Chance auf einen guten zweiten Rang zum Abschluss der Saison hoffen darf.
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