Rheinberg: 75-Jähriger nach Bootsausflug vermisst
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 02.05.2008 - 13:05Rheinberg (RPO). Mit ungewöhnlich großem Aufgebot wird in und an der Xantener Nordee im Stadtteil Vynen nach einem 75-jährigen Mann aus Xanten gesucht. Er war am Donnerstag gegen 17 Uhr zuletzt gesehen worden, als er mit seinem Boot auf dem See unterwegs war.
Offensichtlich ist das Boot kurz darauf gekentert und der Mann ins Wasser gestürzt. Eine sofort eingeleitete Suchaktion blieb erfolglos und wurde nach Einbruch der Dunkelheit gegen 21.35 Uhr abgeblasen.
Seit gestern wird weitergesucht. Ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Polizeihubschrauber flog schon früh das Gebiet ab. Die Xantener Feuerwehr ist mit 45 Leuten auf dem Wasser sowie in den Uferlagen auf der Suche. Auch Suchhunde sind vor Ort. Bereits am Donnerstagabend waren auch Rettungstaucher der Duisburger Berufsfeuerwehr am See und suchten nach dem Vermissten.
Gestern wurden auch 200 ehrenamtliche Helfer des DLRG-Landesverbandes Westfalen um Unterstützung gebeten. Sie rückten bereits am frühen Morgen nach Vynen aus. Für die Helfer wurde der Übungs- zum Ernstfall, denn insgesamt 268 DLRG-Rettungstaucher, Rettungsschwimmer und Sanitäter sind seit Mittwochabend für eine fünftägige Übung in Rheinberg stationiert. Vom Rheinberger Schulzentrum aus koordinieren sie Einsätze zum Szenario Rheinhochwasser/Deichbruch.
Ein für gestern geplanter Großeinsatz am Rheindeich bei Rheinberg-Ossenberg fiel deswegen aus. "Natürlich geht der Ernstfall immer vor", betonte Esther Busen, die Vizepräsidentin des DLRG-Landesverbandes Westfalen ist und bei der Rheinberger Großübung die Pressearbeit koordiniert. Die DLRG schickte vier Wasserrettungszüge mit rund 200 Leuten an die Nordsee, darunter auch mehrere Rettungstaucher.
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