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Rheinberg: Als Geschwister respektieren

VON ANDREAS HORN - zuletzt aktualisiert: 13.05.2008

Rheinberg (RPO). Fast 800 Gläubige kamen gestern zum ökumenischen Gottesdienst auf den Großen Markt mitten in Rheinberg. Die Gemeinschaft der Gläubigen und Pfingsten als Tag der Begeisterung standen im Mittelpunkt

Zwei Hände, die in einander greifen und eine Friedenstaube bilden – in gelb und lila war beim ökumenischen Gottesdienst das Zeichen für die katholische und evangelische Gemeinde gehalten.  Foto: RPO
Zwei Hände, die in einander greifen und eine Friedenstaube bilden – in gelb und lila war beim ökumenischen Gottesdienst das Zeichen für die katholische und evangelische Gemeinde gehalten. Foto: RPO

Zwei Hände greifen an den Daumen in einander und bilden eine Friedenstaube. Farblich sind die Hände in gelb und lila gehalten, als Zeichen für die katholische und evangelische Gemeinde. Hände und Taube auf einem Banner zwischen zwei Fahnenmasten auf dem Rheinberger Markt waren das Symbol für den ersten Ökumenischen Pfingstgottesdienst in Rheinberg. Zwischen altem und neuem Rathaus versammelten sich gestern aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und den evangelischen Kirchengemeinden Budberg, Orsoy, Wallach Ossenberg und Rheinberg knapp 800 Gläubige und feierten unter freiem Himmel den Gottesdienst.

Info

Vom Turmbau zu Babel

Allein 500 Stühle wurden für den Gottesdienst aufgestellt. Keiner blieb unbesetzt.

Die Lesung erfolgte aus dem Alten Testament und erzählte über den Turmbau zu Babel.

Dreiergespräch

Die Gemeinschaft der Gläubigen und Pfingsten als Tag der Begeisterung standen im Mittelpunkt. „Das Wesentliche ist, dass wir miteinander lachen und glauben können, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen und gemeinsam ankommen“, betonte der Orsoyer Pfarrer Uwe Klein, der mit Schwester Theodore aus Orsoy und Tijmen Aukes, Pfarrer zur Anstellung in der Evangelischen Kirchengemeinde Wallach-Ossenberg, den Gottesdienst leitete.

Die drei Geistlichen gestalteten die Predigt gemeinsam im Dreiergespräch als so genannten Trialog. Beziehung, Freundschaft und der Glaube an denselben Gott thematisierten sie. „Ich wünsche mir, dass wir uns als Geschwister verstehen, uns annehmen und respektieren“, so Aukes. Der Gottesdienst bot eine lockere und unbeschwerte Atmosphäre mit einigen moderneren Liedern aus dem Pop/Jazz-Bereich, rhythmischem Klatschen als Liedbegleitung, Kindern, die am Rand mit Papierfliegern spielten und viel Applaus.

Große Begeisterung

Unter den Teilnehmern war die Begeisterung groß. „Uns hat es sehr gut gefallen, vor allem der Geist der Gemeinschaft“, erzählte Artur Lange im Anschluss. Zusammen mit seiner Schwester Alice Stöwesand hatte er an der Feier teilgenommen. „Die Bereitschaft zur Ökumene ist da, das war ein guter Anfang“, war Rainer Kehrmann froh.

Auch Johanna Potjans aus Winterswick war glücklich. Ihr gefiel vor allem der musikalische Rahmen. Denn begleitet wurde die Feier von Bläsern aus den Posaunenchören Budberg, Hochstraß, Wallach-Ossenberg und Orsoy (Leitung: Stefan Böscherfeld) sowie den Kinderchören St. Anna und Budberg/Rheinberg und allen Chören der katholischen und evangelischen Gemeinden in Rheinberg und Umgebung (Leitung: Michael Wulf-Schnieders als Vertretung für Annegret Peters).

Quelle: RP

 
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