Rheinberg: Auch Rosenmontag kein Alkohol für Kinder
zuletzt aktualisiert: 04.02.2009Rheinberg (RPO). Notfalls kommt der Fusel in den Gulli – mit einer klaren Gangart wollen Rheinbergs Verwaltung und die örtliche Polizei auf einem Weg weiter gehen, der seit 2003 erfolgreich beschritten wird. Damals begann die behördenübergreifende Zusammenarbeit mit einem klaren Ziel: "Kein Alkohol an Kinder und Jugendliche beim Rheinberger Rosenmontagszug".
Der Erfolg lässt sich in Zahlen fassen: Mussten Rot-Kreuz-Helfer am Anfang noch total betrunkene junge Menschen "in zweistelliger Zahl" abtransportieren, so gab es beim letzten Rosenmontagszug vor zwei Jahren keinen einzigen mehr. Was auch an umfassender Aufklärungsarbeit liegt, beschrieben gestern Karin Souren (Ordnungsamt), Rainer Friedrich (Jugendpfleger) und Wilhelm Giesen (Polizei). Die Info-Kampagne in dieser Session beginnt am morgigen Donnerstag: Alle Wirtschaften der Stadt und sämtliche Geschäfte, in denen alkoholische Getränke verkauft werden, bekommen amtlichen Besuch. Und der wird allen noch einmal in Erinnerung rufen, was an wen verkauft werden kann – und vor allem was wer nicht bekommen darf.
In den folgenden Tagen wird mit Plakaten und bei Schulbesuchen daran erinnert, warum junge Menschen die Finger vom Alkohol lassen müssen. Außerdem bekommen kurz vor Karneval 1300 Eltern von Kindern zwischen 13 und 17 Jahren einen Brief von Behörden und Schulleitern mit ganz klarer Ansage – dass sie es sind, an denen sich ihre Kinder orientieren. Und dass sie auch in Sachen Alkohol ein gutes Vorbild seien müssen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
