Rheinberg: Ballons für Bolivien
VON NICOLE MAIBUSCH - zuletzt aktualisiert: 09.10.2008Rheinberg (RPO). Sieben junge Damen engagieren sich in ihrer Freizeit für die Kindernothilfe Beim Kastanienfest wollen sie mit einem Ballonwettbewerb Geld für ein Hilfsprojekt in Bolivien sammeln. Und neue Mitstreiter finden.
Mit einem Luftballonwettbewerb und einem Kinderschminkstand ist die junge Ortsgruppe Rheinberg der Kindernothilfe am Sonntag, 12. Oktober, 11 bis 17 Uhr, beim Kastanienfest vertreten. Tamara Paulat und Anna Keuter wünschen sich, dass an diesem Tag möglichst viele bunte Ballons in den Rheinberger Himmel steigen. Und das natürlich nicht nur, weil es für die Teilnehmer tolle Preise zu gewinnen gibt, die allesamt von der Werbegemeinschaft gestiftet wurden. Jeder Ballon, der auf den Weg geschickt wird, ist für die sieben jungen Damen der Kindernothilfe in Rheinberg Geld wert: Denn zahlreiche Unternehmer und Ärzte zahlen neben einer festen Spende auch eine Art „Ballonprovision“. Das Geld kommt einem Projekt in Bolivien zugute. Hier sollen zur Verbesserung der Bildungssituation fünf Kindergärten errichtet werden.
Spaß und Hilfe
Anna Keuter, Tamara Paulat, Sarah Abdullah, Eva Gassner, Svenja Hoffmann, Lea Schäfers und Cécile Riemer legen sich beim Kastanienfest am Wochenende für die Kindernothilfe ins Zeug.
Sie organisieren einen Luftballonwettbewerb.
Die Teilnehmer haben Spaß, die Organisation bekommt Hilfe.
„Klinkenputzen“
Damit der Bau der Einrichtungen bald Realität werden kann, haben Anna Keuter, Tamara Paulat, Sarah Abdullah, Eva Gassner, Svenja Hoffmann, Lea Schäfers und Cécile Riemer bisweilen harte Überzeugungsarbeit geleistet. Viele Stunden ihrer Freizeit haben sie – salopp formuliert – mit „Klinkenputzen“ verbracht. „Für eine gute Sache“, wie sie sagen. Die Erfahrungen beim Marsch durch die Gewerbegebiete seien zwar durchwachsen gewesen, doch am Ende haben viele Unternehmer ihre Unterstützung zugesagt. Geholfen habe vielleicht, dass man persönlich vorgesprochen und deutlich gemacht habe, dass das Spendengeld nicht in dunklen Kanälen versickert, sondern zweckgebunden für ein bestimmtes Projekt verwendet wird, meint Tamara Paulat.
Schon seit 2006 engagiert sich die Gruppe für die gute Sache. Zunächst für Unicef. Doch hier fühlten sich die Amplonius-Gymnasiastinnen nicht wirklich gut aufgehoben. „Auf der Suche nach einem neuen Tätigkeitsfeld, sind wir auf die Kindernothilfe in Duisburg gestoßen“, berichtet Anna Keuter. Eine wohltätige Einrichtung ganz im Sinne der sieben jungen Damen: Den Jugendlichen hierzulande gehe es vergleichsweise gut, deshalb wollten sie sich auf jeden Fall für Kinder und Jugendliche einsetzen, denen es weit weniger gut geht, erläutern Anna und Tamara.
Für die gute Sache
Zum Stadtfest im Juni sind sie zum ersten Mal für ein Projekt der Kindernothilfe an den Start gegangen. Beim Kastanienfest, so die Hoffnung der sieben, könne man vielleicht Zuwachs für die Ortsgruppe gewinnen und interessierte Mitstreiter für die gute Sache finden. Je engagierter, desto besser.
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