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Rheinberg: „Blickpunkte Demenz Niederrhein“ Herausforderungen

zuletzt aktualisiert: 26.05.2008

Rheinberg (RPO). Gemeinsam mit dem Evangelischen Forum im Kirchenkreis Moers und der Diakonie-Fachberatung Demenz hat die Alzheimergesellschaft das Projekt „Blickpunkte Demenz Niederrhein“ ins Leben gerufen, um Einzelinitiativen im Kreis stärker zu vernetzen. Es wurde gestern beim Diakoniesonntag vorgestellt. Das Angebot reicht vom Gottesdienst für Demenzkranke bis hin zu Kursen für pflegende Angehörige.

RHEINBERG (C.K.) Herr Schleicher lebt auf der Straße. Auf einem alten Fahrrad transportiert er seine wenigen Habseligkeiten, die er in Plastiktüten verstaut hat. Seine Lage scheint aussichtslos zu sein, doch dann trifft er auf verschiedene Sozialberater, die ihm Schritt für Schritt einen Weg aus der Misere aufzeigen. Mit einer kleinen schauspielerischen Einlage im Gottesdienst zum „Diakoniesonntag“ vermittelten Mitarbeiter der Diakoniestation Rheinberg einen Eindruck von ihrer täglichen Beratungstätigkeit.

Dienststellenleiter Bernard Beauguitte schlüpfte in die Rolle eines Obdachlosen. Jens Kreische, Gabi Süßer, Anja Oppermann und Beate Pernak spielten sich selbst und zeigten, wie eine Beratung im „wahren Leben“ aussieht. „Man hat einen sehr guten Eindruck davon bekommen, mit welcher Motivation die Mitarbeiter der Diakonie auf die Menschen zugehen“, sagte Ulrich Mülheims, der den Gottesdienst als Besucher miterlebte.

Trotz allgegenwärtiger Bürokratie stehe die Zuwendung zum Menschen im Zentrum der Arbeit. Die christliche Basis der diakonischen Arbeit stellte auch Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Schnadalla-Rademacher in ihrer Predigt heraus. Der Rheinberger Pfarrer Udo Otten übernahm die Rolle des Moderators. Nach dem Gottesdienst standen Fachberater der Diakonie an Infoständen vor der Kirche zum Gespräch zur Verfügung. „Wir wollen zeigen, wie groß die Bandbreite der diakonischen Arbeit ist“, sagte Reinhard Harfst.

Der Diakonie-Pfarrer im Kirchenkreis Moers informierte am Stand der Alzheimergesellschaft über ein Thema, das in Zukunft nicht nur die Diakoniestationen vor Herausforderungen stellen wird. Mit der höheren Lebenserwartung steigt die Zahl der Demenz- und Alzheimererkrankungen. „Familienstrukturen haben sich verändert. Da müssen wir Hilfsstrukturen schaffen“, so Harfst.

Quelle: RP

 
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