Rheinberg: „Gesundheit der Bürger im Blick“
zuletzt aktualisiert: 28.06.2007Rheinberg (RPO). Das Ersatzbrennstoffheizkraftwerkprojekt der Solvay bleibt auch nach Ende der öffentlichen Erörterung ein Thema. Zum Meinungsaustausch trafen sich jetzt Solvay-Werkleiter Dr. Heinz-Josef Welter und die Vertreter der Ratsfraktionen sowie Bürgermeister Hans-Theo Mennicken und der Erste Beigeordnete Klaus-Dieter Henne (RP v. 27. 6.). Wolfgang Fillers (CDU), Thomas Ohl (SPD), Wolfgang Pahlmann (Grüne) und Herbert Becker (FDP), bekräftigten, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Solvay und Stadt von gestern heißt, in diesem von Solvay gesuchten Gespräch den in der jüngsten Ratssitzung einstimmig gefassten Beschluss, vom Unternehmen eine Nachbesserung bei der Rauchgasreinigung einzufordern. Die politischen Vertreter machten aber auch deutlich, an einer Lösung interessiert zu sein, die Solvay die Energieversorgung ihres Industrieparks sichert. Dabei waren sich, so die Pressemitteilung, die Vertreter von Fraktionen und Stadt mit Solvay einig, dass man sich weiterhin der gemeinsamen Aufgabe bewusst sei, die Interessen und die Gesundheit der Bürger besonders im Blick zu haben. Welter bekräftigte, dass man nicht nur bereit sei, die Grenzwerte für die Verbrennungsanlage auf 80 Prozent der vom Bundes-Immissionsschutzgesetz vorgegebenen Werte festlegen zu lassen. So würden die reduzierten Grenzwerte nicht nur sicher eingehalten, sondern im Praxisbetrieb definitiv unterschritten werden können. Das von Solvay entwickelte Neutrec-Verfahren erlaube zudem ein effektives Management in der Zuführung von Bicarbonat und Aktivkohle, so dass eventuelle Schadstoffspitzenwerte aufgefangen werden könnten.
Dem Gespräch sollen weitere folgen. Dabei soll es auch um die bereits andiskutierte Versorgung Rheinbergs mit Fernwärme aus dem Industriepark gehen, nachdem zurzeit eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt erstellt wird, an der Solvay beteiligt ist.
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