Rheinberg: Bergschäden machen Parkplatzprobleme
VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 15.02.2011Rheinberg (RPO). ANALYSE Warum es zurzeit beim Besucherverkehr bei der Messe Niederrhein hakt.
Es gibt Ordnungshüter in Rheinberg, die beim Gedanken an das kommende und an das übernächste Wochenende ein mulmiges Gefühl beschleicht. Dann stehen die potenziell sehr besucherstarken Messen Bike (19. und 20. Februar) bzw. Gartenträume (25. bis 27. Februar) an. Das dürfte wieder zu einem Verkehrschaos führen wie am vorigen Wochenende bei der Rheinlandsiegerschau / 1. Internationalen Rassehundeschau in den Hallen der Messe Niederrhein.
Zelte statt Hallen
Eine Überraschung, wo doch die meisten bislang durchgeführten Veranstaltungen mehr oder weniger reibungslos über die Bühne gingen? Nein. Eine Ursache des Problems: der Kohlebergbau.
Durch Bergschäden stehen nicht unerhebliche Hallenflächen des Messegeländes nicht für den Veranstaltungsbetrieb zur Verfügung. Um dennoch alle gebuchten Stände unterbringen zu können, werden seit kurzem Hallenzelte als Ausweichquartier aufgebaut – auf einem Gelände, auf dem zuvor die Aussteller ihre Fahrzeuge abstellen konnten. Die weichen dafür mit ihren Autos auf den regulären Messeparkplatz aus – wo dadurch logischerweise weniger Stellplätze für Messebesucher bleiben. Ausweichplätze im Umfeld, die mit einem Pendelbus an den Messebetrieb angebunden werden, sind zwar ein cleverer Weg aus der Kalamität. Allerdings nur dann, wenn im Vorfeld auf diese Alternative hingewiesen wird. Am Wochenende fiel Besuchern der Hundemessen der Wegweiser zum Firmenparkplatz am linken Ampelmast der Solvay-Kreuzung offenbar schlichtweg gar nicht auf. Statt lange nach Parkplatz und Pendelbus zu suchen, vertrauten sie lieber darauf, dass ihr Navi sie doch noch durch den Ortsteil Millingen bis zur Messe auf dem Annaberg bringen würde.
Ein drittes Parkplatz-Problem ist messe-gemacht: die Stellplatz-Gebühr. Nach jahrelangem Gratis-Parken leuchtet es vielen Messebesuchern nicht ein, dass sie nun einen bzw. drei Euro fürs Abstellen ihres Autos berappen sollen – auch wenn die Messe-Betreiber argumentieren, dadurch würden ja Einweiser und Parkplatz-Ordner finanziert.
Gebühren bremsen
Bezahlt werden muss bei der Abreise, was den Verkehrsfluss ein zweites Mal ins Stocken bringen kann. Jedenfalls bei denen, die sich nicht gleich am Straßenrand im Umfeld einen gratis-Platz gesucht haben – mit dem Risiko, dafür ein deutlich teureres Knöllchen zu kassieren.
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