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Rheinberg: Besser wohnen

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2011

Rheinberg (RPO). Vertreter der Rheinberger Stadtverwaltung sahen sich an der Eschenstraße an, wie ein Wohnblock der früheren Reichel-Siedlung "wiederbelebt" wird. Quintessenz: "Bemerkenswert"

Ortstermin an der Eschenstraße: Eine Delegation der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Hans-Theo Mennicken an der Spitze sah sich die Sanierungs-Fortschritte im ersten Bauabschnitt mit 44 Etagenwohnungen an. Foto: RPO

Es lag nicht nur am strahlenden Sonnenschein, dass der "Außentermin" allen Beteiligten sichtlich Spaß machte: "Hier sieht man, das auch Hochglanzprospekte manchmal nicht zu viel versprechen" bestätigte einer aus der Delegation der Stadt Rheinberg, die im Vorfeld der nächsten Sitzung des Sozialausschusses zur Eschenstraße gekommen war. Dorthin, wo der zurzeit die "Revitalisierung" von vier Blocks aus dem früheren Bestand der LEG läuft.

Was die Aixcellent-Immobilien GmbH & Co. KG in den Häusern 11-17 umsetzt, ist in der Tat eine Wiederbelebung wie aus dem Bilderbuch: Die Außenwände des fünfgeschossigen Wohnhauses beispielsweise sind komplett in 180 Millimeter Isolierplatten eingepackt; so werden moderne Dämm-Vorgaben eingehalten.

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22 Garagen

In den vier Häusern des ersten Sanierungsabschnittes gibt es 44 Wohnungen, aufgeteilt in Zwei- und Dreizimmerwohnungen.

Davon sind 29 Wohnungen bereits fest vermietet.

Bei der "Wiederbelebung" wird eine bisherige Parkplatz-Reihe mit 22 Garagen bebaut.

Die Sanierung wird in den Nachbarhäusern fortgesetzt.

Die Fenster sind erneuert; an der Nordseite wurden sie in den Küchen etwas verkleinert – bislang waren die Öffnungen nämlich so groß, dass keine vernünftigen Küchenzeilen aufgebaut werden konnten, berichtete Aixcellent-Vertreter Anton Theil.

Direkt in den Aufzug

Den Blick fürs Detail verrät auch der neu eingebaute Aufzug: Vor der Renovierung musste man nämlich zunächst vom Eingangs-Niveau ein paar Stufen emporsteigen, um die Lift-Tür zu erreichen – ab sofort startet der Fahrstuhl auch im "Zwischengeschoss", also unmittelbar hinter der Eingangstüre. "Behinderten- und seniorenfreundlich", lobte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken an der Spitze der Besuchergruppe.

Unter diesem Aspekt sind auch die neuen niveaugleichen Duschen zu sehen, die in den Badezimmern installiert wurden. Apropos Badezimmer: Die sind größer geworden als bisher – dafür wurde an den Kinderzimmern etwas abgeknapst. "Aber hier leben ja fast nur Mieter ohne Kinder oder mit einem Kind", erläutert Anton Theil. Im übrigen erfüllten die Kinderzimmer mit zehn Quadratmetern nach wie vor die Vorgaben.

Ganz oben wurden bei der "Wiederbelebung" des Hauses sogar zusätzliche Wohnflächen gewonnen: Was früher über dem fünften Geschoss als Trockenboden genutzt wurde, wird nun als Penthouse angeboten. Gerne auch als Eigentumswohnung – der Grundriss der 100-Quadratmeter-Wohnung sei sogar noch in gewissem Rahmen variabel, schwärmt Arnold Bauens (ITS Concept Immobilien GmbH).

Wie viel die Mieter für das neue Wohn-Glück zahlen? "Altmietern", also solchen, die im Bestand umziehen, werden Wohnungen für 5,70 Euro je Quadratmeter plus Nebenkosten angeboten. Da Letztere durch die modernen Standards nach der Sanierung deutlich niedriger liegen werden als bisher, sollte nach Einschätzung von Arnold Bauens die Rechnung für die Mieter aufgehen.

Die neue Zeit

Das Gespräch mit Hausbewohnern zeigt: Die grundrenovierten Wohnungen kommen an. Da sind beispielsweise Jan und Monika Owoc, die 22 Jahre und zwei Monate im Haus Eschenstraße 15 lebten. Vergangenheit. Nun, im Haus 11, begann eine neue Zeitrechnung – in einer stilvoll eingerichteten Wohnung wie aus dem Bilderbuch.

Quelle: RP

 
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