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Rheinberg: "Das muss uns gelingen"

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010

Rheinberg (RPO). Orsoyer stellten am Donnerstag Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff das Projekt "Sanierung der Evangelischen Kirche" vor. Der Gast aus Düsseldorf war sehr beeindruckt.

Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff erläuterte gestern in der Evangelischen Kirche Orsoy die Position des Landes.   Foto: RPO
Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff erläuterte gestern in der Evangelischen Kirche Orsoy die Position des Landes. Foto: RPO

Es war am Donnerstag auf eine besondere Weise gemütlich bei dem Treffen in der Evangelischen Kirche. Orsoy Pfarrer Uwe Klein kannte auch ganz genau den Grund: "Das hat irgendwie Wohnzimmercharakter wenn die Fenster so in Augenhöhe sind."

Und schon hatte Klein seine Gäste zu dem Kernproblem geführt, das seine Gemeinde zurzeit mit Riesenaufwand abarbeitet: Dadurch, dass im Laufe der Jahrhunderte der Boden um die Kirche und sogar im Gotteshaus angefüllt worden ist, geriet nicht nur die Optik aus den Fugen, auch das Mauerwerk nahm Schaden (RP berichtete ausführlich).

Kräfte gebündelt

Info

Schirmherrin

Marie-Luise Fasse, CDU-Landtagsmitglied aus Rheinberg, ist Schirmherrin des Projektes Sanierung der Ev. Kirche Orsoy.

Beim Besuch von Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff anerkannte die Christdemokratin gestern das Engagement aller Beteiligten.

Zugleich war sie sehr erfreut darüber, dass die Orsoyer in Düsseldorf ein offenes Ohr finden.

Was die Orsoyer nun tun, schilderte eine Gruppe Berufener einem prominenten Gast: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU), als Staatssekretär in der Landesregierung mit dem Bereich Kultur betraut, hörte im Schnelldurchgang eine Fülle archäologischer Aspekte; lernte Problemanalyse und Lösungsvorschlag des Statikers kennen; verfolgte interessiert, wie die Orsoyer ihr Engagement für die Sanierung der Kirche im "Verein zur Erhaltung historischer Gebäude Orsoy" gebündelt haben.

Zur Rettung des Gotteshauses, dessen ungebrochen hohen Stellenwert im Ort Pfarrer Klein beschrieb. Zu Recht war der Seelsorger stolz darauf, wie gut die Orsoyer – mit tatkräftiger Unterstützung, für die er ausdrücklich dankte – "als kleine Landgemeinde" die bisherigen Arbeiten für rund 505 000 Euro gestemmt haben. Aber nach diesem ersten Bauabschnitt werde ja noch ein zweiter folgen und dann der dritte, und gerade im letzteren hänge "noch vieles in der Luft".

Offenes Ohr in Düsseldorf

Staatssekretär Grosse-Brockhoff zeigte sich doppelt beeindruckt. Zum einen davon, dass ein so komplexer Sachverhalt so komprimiert vorgestellt wurde; zum anderen, wie die Sanierung der Kirche im Schulterschluss von Gemeinde, Bürgern, Politik gestemmt werde. Klar sei: "Das kann man nur gemeinsam stemmen – hier sind wir alle gefordert." Der Lückenschluss bei der Finanzierung des ersten Bauabschnittes sei auf einem guten Weg.

Und beim zweiten Bauabschnitt könnten die Orsoyer auf ein offenes Ohr bei der Landesregierung zählen – vorausgesetzt, der Gemeinde gelinge es, das Projekt möglichst hoch in der Prioritätenliste der evangelischen Landeskirche zu platzieren. Grosse-Brockhoff: "An dieser Front müssen sie nun kämpfen – das Land vollzieht diese Prioritätensetzung nach." Beim dritten Bauabschnitt allerdings, bei der es um die Verbesserung der vorgesehenen öffentlichen Nutzung geht, sei allerdings die Kirche selbst gefordert. Das folge freilich bereits seit Jahrzehnten feststehenden Spielregeln.

Quelle: RP

 
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