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Alpen: Das Ziel ist ein selbstständiges Leben

VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 09.06.2008

Alpen (RPO). Was kommt nach der Schule? Das ist ein Frage, die sich jeder Jugendlich irgendwann stellen muss. Die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, ist nicht leicht. Erst recht nicht für Entlassschüler, die aufgrund einer Behinderung auf besondere Förderung und Unterstützung angewiesen sind. Beim Info-Tag in der Bönninghardt-Schule stellten Vertreter der Behindertenhilfe im Einzugsgebiet ihre Beratungs- und Betreuungsangebote vor. Eingeladen waren alle Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe mit ihren Eltern.

Wenn die Schule zu Ende geht

„Wir haben die Einladungen extra so breit gestreut, damit die Eltern sich schon frühzeitig informieren können. Eltern brauchen oft lange, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass die Schule irgendwann zu Ende ist. Es fällt ihnen schwer, loszulassen“, sagte Sonderschullehrer Eckart Noschinski. Der letzte Info-Tag sei vor vier Jahren durchgeführt worden, mit guter Resonanz. Sieben Schülerinnen und Schüler verlassen in diesem Jahr die Bönninghardt-Schule. An den Infoständen im Foyer klärten Mitarbeiter der Caritas, der Lebenshilfe unterer Niederrhein, des Neukirchener Erziehungsvereins, der KoKoBe, der Initiative Integratives Leben und der Bundesagentur für Arbeit über Wohn- und Arbeits- und Fördermöglichkeiten für Behinderte auf. „Nach der Schule stellt sich für Eltern und Kinder die Frage, wie es weitergehen soll. Wir bieten Betreuung im stationären und ambulanten Bereich an“, sagte Ralph Kluthe, Einsatzleiter beim Neukirchener Erziehungsverein.

Das Angebot des überregional tätigen Vereins richtet sich an Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung und Suchterkrankte. „Viele haben zu lange in stationären Einrichtung leben müssen, weil sie manche Dinge nicht mehr alleine tun konnten“, so Kluthe. Betreutes Wohnen und ambulante Hilfen sollen dafür sorgen, dass die Betroffenen trotz ihrer Behinderung weitgehend eigenständig leben können. „Das Ziel ist die Verselbständigung“, betonte Ralf Lion (Initiative Integratives Leben).

Ambulante Hilfe

An seinem Stammsitz in Sonsbeck hat der Verein Anfang des Jahres ein Haus mit mehreren Wohnparteien eröffnet. Der Fachbereich Ambulant betreutes Wohnen ist der jüngste Spross der Initiative, die neben ambulanter Erziehungshilfe, Beratungs- und Integrationsdiensten auch ein vielseitiges Freizeitprogramm anbietet.

Quelle: RP

 
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