Rheinberg: Den Menschen helfen
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 10.06.2011Rheinberg (RP). Monika Echstenkämper ist seit vielen Jahren ehrenamtliche Behindertenbeauftragte in Rheinberg. "Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, Menschen im Einzelnen zu helfen", meint sie. Jetzt liegt ein neuer Flyer aus.
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Die Beratung der Behindertenbeauftragten ist ehrenamtlich und kostenfrei.
Monika Echstenkämper ist telefonisch erreichbar unter 02843 97023 oder per Mail unter
monika.echsenkaemper@t-online.de
Monika Echstenkämper ist seit etlichen Jahren Behindertenbeauftragte der Stadt Rheinberg. Sie kennt aus eigener Perspektive, welche Hilfestellung Menschen mit Behinderungen brauchen. Sie ist nicht nur wertvolle wie kompetente Ratgeberin bei städtebaulichen Planungen, wenn es um die Begehbarkeit oder die Barrierefreiheit an Gebäuden oder Straßen geht.
Eines ihrer Schwertpunktthemen ist die Hilfestellung bei der Beantragung von Alltagshilfen. Die korrekte wie plausible Antragsstellung ist dabei der Schüssel zum Erfolg, der den Alltag für Menschen mit Behinderungen erleichtert und für Lebensqualität sorgt. Auch in Sachen Widerspruch beim Versorgungsamt oder sonstigen Trägern ist sie eine erfahrene Ratgeberin, "damit Menschen zu ihrem Recht kommen", meint die Behindertenbeauftragte.
Kontinuierliche Information
Aus Erfahrung weiß sie, dass es gerade bei der Antragstellung eine Vielzahl von zuständigen Stellen und anderen Institutionen gibt. Die kontinuierliche Information ist ihr daher sehr wichtig. "Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, Menschen im Einzelnen zu helfen", meint Monika Echstenkämper. Ein Service, der kostenfrei und ehrenamtlich ist. Die Inanspruchnahme ist rege, aber nicht planbar. Viele Fragen von körperlich Behinderten oder ihren Angehörigen drehen sich um Themen wie Therapieangebote, bei jungen Menschen um schulische Weiter- oder Ausbildung sowie Freizeitgestaltung.
Beispielsweise sind beide Bäder dank Bäderlift beinahe barrierefrei. Die Zusammenarbeit vor Ort wie der KoKoBe Alpen oder mit anderen Informationsstellen wie dem VdK klappt kreisweit gut. Von dem überaus produktiven Informationsaustausch profitieren Behinderte wie Nichtbehinderte, besonders Neubehinderte, beispielsweise nach Schlaganfall oder Unfall. "Gerade für diese Zielgruppe ist Information sehr wichtig", weiß Monika Echstenkämper. Momentan liegt ihr neuer Flyer in Apotheken und Arztpraxen aus. "Er wird noch weiterentwickelt", meint dazu Frank Meyer, Leiter des Fachbereichs Sozialer Dienst bei der Stadt.
Städtisch, öffentlich, privat
Die Stadt hat sich einiges vorgenommen. Ziel bis zum Jahresende für städtische, öffentliche wie private Gebäude ist die Vergabe der Auszeichnung "Barrierefrei". Die Überprüfung erfolgt vor Ort nach einem NRW-Kriterienkatalog durch die Stadt oder einen Behindertenverband. "Der Kriterienkatalog wird vom Land momentan überarbeitet", meint Meyer. Anträge auf die Vergabe des Signet "Nordrhein-Westfalen ohne Barriere" in Rheinberg können bei der Stadt eingereicht werden. Auch wenn sich einiges getan hat, gibt sich die Behindertenbeauftragte nicht zufrieden. Das Thema Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegt ihr am Herzen. "Busse haben keine Rampe. Wir haben vor Ort keine Niederflurbusse, die das Einsteigen erleichtern", meint sie. Fazit: Taxi fahren ist teuer. Menschen mit Behinderungen bleiben zwangsläufig zu Hause, begeben sich in die Isolation. "Da wird am verkehrten Ende gespart", meint sie. Stolperfallen bietet die Gelderstraße, eine öffentliche Behindertentoilette fehlt bislang. Noch etwas ärgert sie: "Bei Stadtfesten stehen auf den ausgewiesenen Behindertenparkplätzen Schausteller. Ersatzparkplätze werden von der Stadt nicht ausgewiesen, obwohl sie dazu verpflichtet ist."
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