Alpen: Der Super-Briefkasten
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 24.01.2012Alpen (RP). Was lange währt,wird endlich gut: Inzwischen ist die Edelstahlsäule am Alpener Rathaus aufgebaut. Sie ist Briefkasten, Gegensprechanlage und bald auch elektronisches Schließsystem. Kosten: rund 20 000 Euro.
Schon im vergangenen Sommer hätte der neue Briefkasten vor dem Alpener Rathaus-Neubau geliefert und installiert werden sollen. Weil aber die beauftragte Firma SSS Siedle aus Furtwangen Lieferschwierigkeiten hatte "und wir auch lange Zeit nicht genau wussten, was wir wollten", wie Andre Emmerichs von der Gemeinde Alpen sagte, ist der Eingang erst jetzt komplett. "Das wurde auch Zeit", sagt Emmerichs.
Der Briefkasten ist weitaus mehr als ein Sammelbehälter für Briefe. Die Edelstahlsäule ist auch Klingel, Gegensprechanlage und Schließvorrichtung. Noch ist der große, quadratische Klingelknopf nicht gekennzeichnet, aber das soll bald nachgeholt werden. Emmerichs: "Das Klingelsignal wird dann auf unsere Telefonanlage geleitet." Anke Krins oder eine ihre Kolleginnen vom Info- und Empfangsschalter können dann die Türe öffnen. Zuvor können sie sich über die Gegensprechanlage erkundigen, wer ins Rathaus möchte.
Im Haus verteilt
Die eingeworfene Post wird auch weiterhin von Hand aus dem Staufach genommen und von Mitarbeiterin Anke Krins im Haus verteilt.
Der neue Rathausbriefkasten war in den vergangenen Monaten immer wieder Gegenstand politischer Debatten. Mehrfach erkundigten sich Politiker danach, wann er denn endlich angeliefert und installiert werde.
Den Aufbau hat die Alpener Firma Tooten übernommen.
Elektronische Zugangskontrolle
Ein ganz großer Vorteil der neuen Briefkastenanlage sei aber insbesondere die elektronische Zugangskontrolle. Die ist nicht nur für die etwa 45 im Rathaus beschäftigten Verwaltungsleute von Bedeutung, sondern auch für die Politiker. "Bisher hat jede Ratsfraktion zwei Schlüssel für das Rathaus. Künftig bekommen alle Angehörigen der Fraktionen einen eigenen Chip", schildert Andre Emmerichs. Die Firma VEDA, die auch die Zeiterfassung für die Gemeindeverwaltung regelt, will diese Schließfunktion bis Mitte des Jahres installiert haben. Das habe damit zu tun, dass zunächst der Haushalt beschlossen sein müsse, so Emmerichs. Schließlich geht es um Geld: Rund 14 000 Euro hat der Super-Briefkasten bisher gekostet, für das Chip-Schließ-System kommen noch einmal ca. 7000 Euro dazu.
Einzelne Chips sperren
Die Ratsmitglieder können dann jederzeit ins Rathaus und beispielsweise in die Fraktionsräume gehen, ohne sich zuvor den Schlüssel beim Fraktionsvorsitzenden besorgt zu haben. Ein Vorteil sei es, dass beim Verlust eines Chips nicht gleich alle, sondern nur der fehlende Elektronikschlüssel gesperrt und ersetzt werden müssten.
Nicht nur der Klingelknopf muss noch beschriftet werden. Auch der Schriftzug "Standesamt" wird bald auf der Edelstahlsäule gut sichtbar zu sehen sein. "Das ist Vorschrift", weiß Andre Emmerichs.
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