Rheinberg: Ehrenamt: Ehrensache!
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 17.11.2010Rheinberg (RPO). Ab sofort können engagierte Rheinberger eine Ehrenamtskarte beantragen. Diese Ausweise im Scheckkartenformat ermöglichen den Ehrenamtlern z.B. vergünstigte Eintritte zu öffentlichen wie privaten Einrichtungen.
Ehrenamt ist bekanntlich nicht alles, aber ohne Ehrenamt ist alles nichts. Für Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken war der Besuch von Petra Zwickert vom Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport daher ein "erfreulicher Anlass", wie er meinte. Die Stadt Rheinberg würdigt dank Ratsbeschluss die Arbeit der vielen Ehrenamtler nun auf attraktive Weise, denn auf Antrag bei der Stadt werden Ehrenamtskarten mit landesweiter Gültigkeit ausgegeben. Diese Ausweise im Scheckkartenformat ermöglichen den Ehrenamtlern vergünstigte Eintritte zu öffentlichen wie privaten Einrichtungen, aber auch Hotelübernachtungen zu günstigen Konditionen in ganz NRW.
Anerkannt
Das NRW-Projekt pflegt die Anerkennungskultur und ermöglicht den Inhabern der Ehrenamtskarten den vergünstigten Eintritt u.a. in Museen, Schwimmbäder, Freizeitparks oder zu Konzerten.
Anträge können unter www.rheinberg.de heruntergeladen werden. Informationen zum Gesamtprojekt unter
Ein Tropfen auf den heißen Stein
Seit 1986 galten die Neujahrsempfänge den Menschen in Rheinberg, für die ehrenamtliches Engagement Ehrensache ist. Ein kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein, wie oft zu hören war. Nun ist mit dem Beitritt zum NRW-Projekt Ehrensache eine angemessene Form des Dankes und der Anerkennung für das bürgerschaftliche Engagement gefunden worden. "Die Karte reicht weit über Rheinberg hinaus und wird dank der verschiedenen Vergünstigungen sehr attraktiv", meinte Mennicken.
Gültig ist sie in den Kreisen und Kommunen, die an dem landesweiten Projekt "Ehrensache" teilnehmen. Auch im Sauerland werde die Karte angenommen. "Immerhin machen bisher 83 Kommunen und mit schon 8500 Nutzern mit", meinte Zwickert. Weiße Flecken gibt es noch im Westfälischen. Das Land Hessen lieferte die Vorlage und stand bei dem Projekt in NRW Pate. Noch bis zum Jahreswechsel, so Zwickert, wird mit der 100. teilnehmenden Kommune gerechnet.
Ab sofort kann bei der Stadt Rheinberg diese Ehrenamtskarte beantragt werden. Maike Lange und Monika Giesen sammeln die Anträge, die auch über die städtische Homepage zu bekommen sind oder direkt im Fachbereich 51 bei der Verwaltung. 40 Anträge sind bislang eingegangen. Die Ehrenamtskarte wird zum Jahresanfang ausgegeben.
Mindestens 250 Stunden im Jahr
Mit der Karte sind natürlich auch einige Bedingungen verbunden, wie Maike Lange erörterte. So sollten im Jahr rund 250 Stunden Ehrenamt kontinuierlich und ohne Aufwandsentschädigung vor Ort geleistet werden. "Das sind meist fünf Stunden in der Woche und das mindestens bereits seit zwei Jahren. Jugendliche sollten ein Jahr ehrenamtlich engagiert sein.
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