Rheinberg: Einblicke ins Kieswerk
VON SASSAN DASTKUTAH - zuletzt aktualisiert: 15.09.2008Rheinberg (RPO). Die Firma Hülskens öffnete die neue Abbauanlage in Eversael am Rhein für Besucher. Dort werden jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen Kies gefördert. Allein ein Schwimmbagger schafft 650 Tonnen pro Jahr.
Rheinberg-Eversael Bereits die knapp dreiminütige Fahrt mit dem Shuttle-Bus vom Parkplatz zum Kieswerk „Milchplatz“ von Hülskens in Eversael zeigte sich als interessante Einleitung für das, was die Besucher am „Tag der offenen Tür“ erwartete. Die Bus-Passagiere schauten neugierig aus den Fenstern und betrachteten die Wasserlandschaft, die sich mit mächtigen Kiesmaschinen und Industrieanlagen vereinte.
Allein der große Schwimmbagger, der am Tag durchschnittlich bis zu 650 Tonnen Kies fördert, faszinierte. Und das war auch der Grund, weshalb die Kiesfirma einladen hatte: „Wir wollen die Bevölkerung und unsere Nachbarn über das Kieswerk, das seit dem 1. Juli in Betrieb ist, informieren“, erklärte Franz-Josef Stenmans, bei Hülskens Bereichsleiter und zuständig für die Rekultivierung.
180 Hektar Fläche
Hülskens betreibt eine Vorlandabgrabung auf einem genehmigten Gelände von 180 Hektar im Rheinvorland.
Nach Abschluss soll das Gelände verfüllt und rekultiviert werden. „Wir stellen das natürliche Auengelände und die alten Rheinarme wieder her, wie es der Rhein vor hunderten Jahren selber gemacht hat“, so Firmensprecher Stenmans.
18 Mitarbeiter arbeiten direkt im Kieswerk, das jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen Kies fördert.
Das Angebot nutzten zahlreiche Gäste: Auch Theresa Stolz und Sohn Nick (11) bestaunten die großen Anlagen: „So was kann man sich ja nicht jeden Tag ansehen“, erzählte die Voerderin. Sohn Nick hatte nicht nur Spaß an den großen Industrieanlagen, ihm sagte auch das Programm zu, das Hülskens für die kleinen Gäste auf die Beine gestellt hatte. Inmitten der Industrielandschaft schoss der Elfjährige schnell ein paar Bälle auf die Torwand. Auch eine Hüfburg und ein Glücksrad standen bereit.
45-minütige Führungen
Hülskens-Mitarbeiter Thomas Reiker führte in 45-minütigen Führungen durch die Kiesindustrielandschaft. Da ging’s auch schon mal einige Treppen nach oben in den Sandturm, der den Besuchern einen Blick über die ganze Anlage bot. Besucher Berthold Piasta war nachher begeistert: „Das war sehr interessant und informativ. Vor allem die Ausmaße haben mich erstaunt: Allein die kilometerlangen Förderbänder sind unglaublich.“ Viele rechtsrheinische Besucher wie Berthold Piasta, ebenfalls aus Voerde, nutzten den Fähr-Service und ließen sich mit der Fähre einschiffen. Die schipperte vom Rhein durch einen Kanal zum Kieswerk. Insbesondere die Anreise übers Wasser begeisterte die Gäste.
Mit Shanty-Chor
Neben zahlreichen Informationen bot Hülskens seinen Gästen auch Programm in verschiedenen Zelten. Im großen Zelt lauschten viele Besucher dem Shanty Chor Vynen gemütlich bei Kaffee und Kuchen. Auch viele andere Leckereien waren im Angebot: Unter einem großen Zirkuszeltdach brutzelten Würstchen und Steaks. Nach der Stärkung machten sich die Gäste wieder auf Erkundungstour – bestaunten u.a. die zwölf riesigen Silos, in denen jeweils bis zu 2000 Tonnen Fertigprodukte lagern.
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